Ausbildungsoffensive in Sachsens Justiz wird fortgesetzt – die neuen Ausbildungsjahrgänge sind gestartet
08.10.2025, 08:56 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Im September sind in Sachsen die neuen Justizausbildungsjahrgänge gestartet. 92 Anwärterinnen und Anwärter absolvieren nun den ersten Theorieabschnitt und werden nach Abschluss ihrer zweijährigen Ausbildung die Gerichte und Staatsanwaltschaften in den Geschäftsstellen verstärken. Gleichzeitig begannen an der Hochschule Meißen 70 künftige Rechtspflegerinnen und Rechtspfleger ihr dreijähriges duales Studium. Rechtspfleger nehmen vor allem bei Amtsgerichten und Staatsanwaltschaften, aber auch in den Verwaltungsabteilungen aller Gerichte vielfältige Aufgaben wahr, z.B. in Nachlass-, Zwangsvollstreckungs-, Grundbuch- und Familiensachen, in der Rechtsantragsstelle, als Geschäftsleiter u.v.m. In ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich sind sie eigenverantwortlich tätig und genießen in Rechtspflegeraufgaben sachliche Unabhängigkeit.
Da die neuen Ausbildungsjahrgänge in der Justiz ausschließlich mit elektronischen Akten arbeiten werden, erhalten sie auch in der Ausbildung von Anfang an eine persönliche Ausstattung mit mobilen Endgeräten (Convertibles), die sie später bei Gerichten und Staatsanwaltschaften weiter nutzen können.
Präsident des Oberlandesgerichts Dr. Leon Ross:
"Die sächsische Justiz erlebt einen seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesenen Generationenwechsel. Unsere neuen, sehr starken Ausbildungsjahrgänge tragen dazu bei, dass dieser Wechsel gelingt. Einschließlich der Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren bildet die Justiz in Sachsen derzeit mehr als 1.000 junge Menschen aus – ein Kraftakt, der die hohe Leistungsfähigkeit der Justiz auch für die Zukunft sicherstellt."