»Prävention im Team« (PiT) wird zur flächendeckenden Landesstrategie für Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche in ganz Sachsen

31.08.2023, 15:51 Uhr — 1. Korrektur (aktuell)

Stadt Leipzig, Landesamt für Schule und Bildung sowie Polizeidirektion Leipzig unterzeichneten am heutigen 31. August 2023 die PiT-Kooperation für die Messestadt

Mit der heutigen Unterschrift der Stadt Leipzig sind nunmehr sachsenweit Kooperationen zwischen Kommunen, dem Landesamt für Schule und Bildung sowie den Polizeidirektionen abgeschlossen, um im Rahmen der Landesstrategie »Prävention im Team« – kurz PiT – frühkindliche und schulische Prävention zu stärken.

Die PiT-Strategie frühkindlicher und schulischer Prävention hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer gesamten Persönlichkeit zu stärken. Diese sollen lernen, Konflikte gewaltfrei zu lösen, auf Drogen zu verzichten und im Umgang mit Digitalen Medien sicher werden umzugehen. Außerdem sollen die Jugendlichen und Kinder unterstützt werden, respektvoll und demokratisch zu handeln und sich insgesamt vor Gefahren schützen zu können.

Kultusminister Christian Piwarz: »Die Schule ist nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung. Auch fairer Umgang miteinander sowie Kompetenzen zum Schutz vor Gewalt, Drogen und vielen anderen Gefahren können mit guter Prävention erlernt werden. Insbesondere ist der Erwerb von Lebens- und Alltagskompetenzen wichtig. Ich bin dankbar für die gute Kooperation von Kommunen und Polizei mit unseren Schulen.«

»Prävention ist Netzwerkarbeit«, so Innenminister und Vorsitzender des Landespräventionsrates Armin Schuster. Er ergänzt: »Es gilt, so viele engagierte Akteure wie möglich miteinander zu verbinden – nur so erreichen wir möglichst viele Menschen. Bei »Prävention im Team« liegt der Fokus auf Kindern und Jugendlichen, der Zukunft unseres Freistaates.«

Zu den Kernaufgaben von PiT zählen neben dem Aufbau einer zentralen Präventionsdatenbank auf www.pit.sachsen.de und dem verbesserten Zugang zu konkreten themenbezogenen Angeboten vor Ort, eine an den Bedarfen von Kindern und Jugendlichen ausgerichtete Präventionsarbeit »nach Maß« – im Idealfall schulspezifisch und auf der Grundlage der Ergebnisse der PiT-Kinder- und Jugendbefragungen.

Hintergrund:

Frau Felthaus (in Vertretung für Oberbürgermeister Jung), Leiter des LaSuB-Standorts Heynoldt und Herr Ruschitschka (in Vertretung für Polizeipräsident Demmler) unterzeichneten heute die Kooperation »Prävention im Team« (PiT) für die Stadt Leipzig. Damit ist sachsenweit die Kooperation abgeschlossen, nachdem bereits die Landkreise Bautzen, Görlitz, Leipzig, Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge, Mittelsachsen, Zwickau, Vogtlandkreis, Meißen und Nordsachsen sowie die kreisfeien Städte Chemnitz und Dresden mit dem Landesamt für Schule und Bildung sowie der jeweiligen Polizeidirektion die Kooperationen geschlossen hatten.

Prävention im Team« (PiT) ist die flächendeckende sächsische Landesstrategie im Themenfeld frühkindlicher und schulischer Prävention. Ziel ist es, in Schulen, Kitas, Sozialräumen und Gemeinden die Rahmenbedingungen für ein sicheres, kompetentes und gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu verbessen. Im Rahmen von PiT besteht auf Grundlage regionaler Kooperationsvereinbarungen eine verbindliche Zusammenarbeit von Kommunalverwaltung, dem Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB) und der jeweiligen Polizeidirektion (PD) mit dem Ziel der Vernetzung und Ressourcenbündelung interdisziplinärer Präventionsaktivitäten. Anhand der PiT-Kinder- und Jugendbefragung können konkrete Präventionsbedarfe der Zielgruppe ermittelt und die präventive Erziehungs- und Bildungsarbeit langfristig und nachhaltig ausgerichtet werden. Auf www.pit.sachsen.de gibt es zudem eine zentrale sächsische Präventionsdatenbank mit konkreten Präventionsangeboten und Ansprechpartnern vor Ort für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche sowie pädagogisches Fachpersonal und Eltern. Der Landespräventionsrat LPR Sachsen unterstützt die regionale Arbeit der PiT-Steuergruppen und bildet dabei zugleich das Dach und die Verbindung in der interministeriellen Zusammenarbeit.

Ausgehend von einer Modellphase von 2008-2011 an drei sächsischen Standorten wurde der behördenübergreifende Arbeitsansatz über die Jahre in den einzelnen Landkreisen und kreisfreien Städten ausgebaut und zunehmend verstetigt. Nunmehr ist eine flächendeckende Struktur für ganz Sachsen entstanden.

PiT sorgt für wirkungsvolle Prävention: langfristig, gemeinsam und gemäß neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Gesunde und lebenskompetente Kinder sind das Ziel bedarfsgerechter Präventionsarbeit.

Begleitet wird die PiT-Strategie durch den Landespräventionsrat (www.lpr.sachsen.de)


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