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Durchführung von Verwahrungs- und Sanierungsarbeiten im Projekt Karl-Stein-Straße in der Landeshauptstadt Dresden

24.11.2022, 15:22 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Oberbergamt schließt ein weiteres EU-Sanierungsprojekt im EFRE-Vorhaben »Prävention von Risiken des Altbergbaus« ab

Das Sächsische Oberbergamt schließt ein weiteres Sanierungsprojekt im Vorhaben »Prävention von Risiken des Altbergbaus« der Europäischen Union und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ab. Für die EFRE-Vorhaben stehen dem Oberbergamt als Projektträger im Zeitraum von 2014 bis 2023 insgesamt 57,7 Mio. Euro zur Verfügung. Damit werden in Sachsen zahlreiche Altbergbauprojekte vor allem im Erzgebirge und in den ehemaligen Steinkohlerevieren finanziert. Diese Sanierungsarbeiten werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Am 27. Oktober 2022 erfolgte die formelle und mängelfreie Abnahme der im Oktober 2018 begonnenen Bau- und Sanierungsleistungen im Rahmen des Projektes »Durchführung von Verwahrungs- und Sanierungsarbeiten im Projekt Karl-Stein-Straße« in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden.

Das Projekt beinhaltete untertägige Verfüll- und Stabilisierungsmaßnahmen von alten Grubenbauen sowie die Verwahrung von Tagesschächten des früheren Steinkohlenbergbaus im Südwesten des Stadtgebiets von Dresden.

Im Bereich der Karl-Stein-Straße in der Landeshauptstadt Dresden befinden sich sehr tagesnahe, alte Grubenbaue und Tageschächte des ehemaligen Steinkohlenbergbaus im Döhlener Becken. Der um 1830 angelegte Gitterseer Stolln wurde im bisher unverwahrten Bereich auf einer Länge von 245 m vollständig gesichert und mit hydraulisch abbindenden, lagestabilen Versatz hohlraumfrei verfüllt. Der am Stolln angeschlagene, etwa 260 m tiefe Moritz-Schacht wurde bis auf die Stollnsohle aufgewältigt, die nicht standsichere Altverwahrung des Schachtes ausgebaut und der Schacht ordnungsgemäß mit einer neuen Schachtplombe verschlossen. Der etwa 53 m tiefe unverwahrte »Alte Bohr-Schacht« wurde ebenfalls bis auf Stollnsohle in 14 m Tiefe aufgewältigt und mit der Verfüllung des Stollns ordnungsgemäß und dauerstandsicher verwahrt. Für den etwa 202 m tiefen Emma-Schacht war die Altverwahrung auf der Stollnsohle zu kontrollieren und zu ertüchtigen. Die alte Schachtplombe des Emma-Schachtes wurde im Rahmen der Stollnsicherung vollständig umfahren und entsprechend ertüchtigt. Das aus dem Jahr 1969 stammende alte Untersuchungsgesenk auf dem Stolln wurde mittels Bohr- und Verpressarbeiten vollständig nachverwahrt. Insgesamt wurden 1.360,5 Kubikmeter Beton, 55 Kubikmeter Dämmer, 26 Kubikmeter Verpressmörtel eingebracht.

Die Arbeiten wurden von umfangreichen Überwachungsleistungen über Tage begleitet. Mit dem Herrichten der genutzten Flächen und der Beseitigung von Rissschäden an zwei beeinträchtigten Gebäuden konnten die physischen Arbeiten abgeschlossen werden.

Die Ziele des Vorhabens, die vollständige Beseitigung der Bruch- und Setzungsgefahren im Bereich der alten tagesnahen horizontalen Grubenbaue sowie der drei Tagesschächte und des alten Untersuchungsgesenkes, konnten vollständig erreicht werden. Damit wurden risikofreie und langfristig nutzbare Flächen im Bereich der Karl-Stein-Straße hergestellt.

Die Projektkosten betrugen rund 4,6 Mio. €.


Kontakt

Sächsisches Oberbergamt

Pressesprecher Oberberghauptmann Prof. Dr. Bernhard Cramer
Telefon: +49 3731 372 9001
Telefax: +49 3731 372 9009
E-Mail: pressestelle@oba.sachsen.de

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