Landesuntersuchungsanstalt sichert unter hoher Belastung durch Coronavirus und Afrikanischer Schweinepest den Normalbetrieb ab – Lebensmittelüberwachung mit zusätzlichen Herausforderungen

22.08.2022, 10:04 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Staatsministerin Köpping: »Flexibles und effizientes Handeln der Behörden sichert hohes Verbraucherschutzniveau in Sachsen«

Heute stellten Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping und der Präsident der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA) Dr. Jens Albrecht den Jahresbericht 2021 der LUA sowie parallel den Bericht zur Lebensmittelüberwachung in Chemnitz vor. Auch im vergangen Jahr lagen die Arbeitsschwerpunkte der LUA in der Probenbearbeitung von Corona-Verdachtsfällen sowie der Überwachung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Der enorme Proben- und damit Arbeitanfall konnte nur durch fach- und sachgebietsübergreifende Kooperation bewältigt werden. Dies geschah sowohl hinsichtlich der flexiblen Nutzung der Geräte, abteilungsübergreifenden Methodenoptimierung, als auch durch personelle Verstärkung an den jeweiligen Brennpunkten der Arbeit.

Dazu erklärt Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Auch 2021 haben Coronavirus und Afrikanische Schweinepest die LUA vor extreme Herausforderungen gestellt. Ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr weit über das normale Maß hinausgehendes Engagement. Dies ist umso mehr zu würdigen, als im letzten Jahr auch der ‚Normalbetrieb‘, also das Probenaufkommen im Bereich Lebensmittelsicherheit und anderen Bereichen der Human- und Veterinärmedizin nach einem Abflauen in 2020 wieder deutlich angezogen hat.«

Ziel der Arbeit der LUA im Bereich der Lebensmittelsicherheit und Sicherheit der Bedarfsgegenstände und Kosmetika ist es, die Verbraucherinnen und Verbraucher vor Gefahren, die von unsicheren Lebensmittel und mit dem Körper länger in Kontakt stehenden Materialien und Gegenständen ausgehen können zu schützen. Der vorbeugende gesundheitliche Verbraucherschutz gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird durch die Arbeit der LUA unterstützt.

Nicht nur Probenuntersuchungen spielen eine wesentliche Rolle, auch amtliche Betriebskontrollen leisten einen großen Beitrag, das hohe Schutzniveau für sächsische Verbraucherinnen und Verbraucher aufrecht zu erhalten. Dazu wurden durch die sächsischen Lebensmittelüberwachungsbehörden 2021 insgesamt 41.885 Inspektionsbesuche bei Herstellern von Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen und Kosmetika, sowie Wein und Tabak durchgeführt. Lediglich bei 3 Prozent der Kontrollen wurden erhebliche Mängel festgestellt, für die amtliche Maßnahmen eingeleitet werden mussten. Dabei mussten 2021 beispielsweise 24 Betriebe aufgrund der festgestellten Mängel vorübergehend geschlossen werden. Den überwiegenden Teil der amtlichen Maßnahmen machten Bescheide zur Mängelbeseitigung, Verwarnungen, Ordnungsverfügungen sowie Bußgeldverfahren aus.

Der europaweite, schnelle und effiziente Informationsfluss im Falle gesundheitsgefährdender Lebensmittel, Futtermittel und Lebensmittelbedarfsgegenstände wird durch das Schnellwarnsystem der EU gewährleistet. Eingehende Meldungen werden im Sozialministerium) als Landeskontaktstelle gesichtet, geprüft und über die Landesdirektion an die sächsischen Lebensmittelüberwachungsämter als Hauptadressaten für die Überprüfung der Durchsetzung entsprechender Maßnahmen gegeben. Im Jahr 2021 gingen insgesamt 8.670 Schnellwarnmeldungen ein, von denen 615 auch in Sachsen vertriebene sowie als potenziell gesundheitsgefährdend eingeschätzte Produkte betrafen und dementsprechend behördliches Handeln erforderten.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Trotz deutlicher Einschränkungen durch die Coronaviruspandemie im vergangenen Jahr und teils schwieriger Ermittlungen durch komplexe Vertriebswege garantierte die enge Zusammenarbeit aller Lebensmittelüberwachungsbehörden und der LUA ein effizientes Eingreifen und die ständige Gewährleistung eines hohen Verbraucherschutzniveaus. Durch gute fachliche Kommunikation und schnelles Handeln aller beteiligten Behörden und Institutionen konnten risikobehaftete Produkte zeitnah identifiziert und vom Markt genommen werden. Ich danke allen Mitarbeitern für ihr engagiertes und kompetentes Handeln zum Schutz der sächsischen Verbraucher.«

Der vorgelegte LUA-Jahresbericht enthält neben vielen Angaben zu durchgeführten Untersuchungen und deren Ergebnissen auch wieder wichtige Verbrauchertipps. So sind wissenschaftlich fundierte Einschätzungen in Form von auch für Laien gut verständlichen Beiträgen u.a. zu den Themen Nützlichkeit von Proteinpulvern, den Risiken beim Barfen (Rohernährung) von Heimtieren oder zur Wirksamkeit von mobilen Luftreinigungsgeräten und Hinweisen zu deren Anwendung enthalten.

Die Verbraucherbroschüre »Amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2021« des Sozialministeriums, die ebenfalls heute vorgestellt wurde, bietet ergänzend dazu Einblicke in die Arbeit der sächsischen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung und stellt die Ergebnisse verschiedener Überwachungsschwerpunkte dar. Zudem lassen sich Informationen zu vielseitigen Themen wie Ethylenoxid, Mineralölen in Lebensmitteln, verbotenen Pigmenten in Tätowierfarben oder Kennzeichnungsmängel bei Futtermitteln finden.

Weitere Informationen:

Zum LUA-Jahresbericht 2021:
https://www.lua.sachsen.de/lua-jahresberichte-4103.html

Zur Verbraucherbroschüre »Amtliche Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung 2021«: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/40432


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55056
Telefax: +49 351 564 55060
E-Mail: presse@sms.sachsen.de
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