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Finanzielle Beteiligung von Kommunen und Bürgern bei Erneuerbare-Energien-Projekten: 8 Möglichkeiten, wie es gelingen kann

11.08.2022, 17:03 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Der Ausbau erneuerbarer Energien ist neben der Sicherstellung der Gasversorgung DAS Thema in 2022. Nur wie die Kommunen und Bürger* mit ins Boot holen und Vorteile aus dem Ausbau nutzen? Wie es gelingen kann, vor Ort Projekte für Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen umzusetzen beschreibt unser neues nunmehr 14. »Werkzeug« im Werkzeugkasten für sächsische Kommunen. In dem digitalen 16-Seiter «Finanzielle Beteiligung an Energieprojekten: Wie Bürger und Kommunen am Klimaschutz profitieren können.” werden 8 finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten vorgestellt. Verfügbar ist dieser als Download unter www.sachsen-erneuerbar.de. Weitere Beratung und Informationen dazu erhalten Kommunen und Bürger unter sachsen-erneuerbar@saena.de oder unter 0351 4910 3168 bei der Dialog- und Servicestelle für erneuerbare Energien der SAENA.

»Mit unseren digitalen Werkzeugen möchten wir die Kommunen unterstützen, erneuerbare Energien mit bestmöglichen Ergebnissen hinsichtlich finanzieller Teilhabe und Akzeptanz im eigenen Gebiet umzusetzen.« sagt Stefan Thieme-Czach, Seniorberater bei der SAENA. »Interessierte Kommunen können sich bei uns melden und gemeinsam besprechen wir passende Schritte und Möglichkeiten«, so Thieme-Czach weiter.
Je früher im Planungsprozess die Themen gemeinsame Gestaltung und (finanzielle) Teilhabe ins Spiel kommen, umso besser. Denn schon bei der Flächenausweisung kommen die ersten Diskussionen auf. Sowohl die Projektierer als auch die Kommune sollten deshalb frühzeitig darauf hinwirken, dass kooperative Gestaltungs- und Beteiligungsmodelle angeboten werden. Ob daran überhaupt Interesse besteht, kann in einer unkomplizierten Befragung der Bürgerschaft festgestellt werden. Einen Musterfragebogen dazu stellt die SAENA zur Verfügung.

Dass viele Menschen – auch in Sachsen – gleichzeitig grundsätzliche Befürworter der Energiewende, aber Kritiker lokaler Projekte sind, mag auf den ersten Blick verwundern, ist aber bei genauerer Betrachtung durchaus verständlich. Die Positionierung der Bürger vor Ort folgt zumeist aus einer Abwägung von Vor- und Nachteilen. Als Nachteile werden häufig potenzielle Auswirkungen auf den Naturschutz, die Landschaft sowie Tier und Mensch empfunden. Darüber findet oft schon vor dem Genehmigungsverfahren eine öffentliche Debatte statt. Die Vorteile und Beteiligungsmöglichkeiten jedoch sind vielen Menschen gar nicht bekannt und können somit nicht in die Abwägungen einfließen. Insbesondere dann fehlen Erfahrungswerte, wenn in dem eigenen Wohnumfeld bisher noch keine derartigen Projekte umgesetzt wurden.

Deshalb gibt es in dem neuen »Werkzeug« Hinweise zu folgenden finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten:

… für Kommunen:
– Gewerbesteuer-Einnahmen für Kommunen
– Einnahmen aus Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Flächen
– Finanzielle Teilhabe über den § 6 EEG (0,2 Cent-Regelung)
– Partnerschaftliche Kooperation zwischen Kommune und Betreiber
– Kommunale Projekte und lokale Betreibergesellschaften

… für Bürger:
– Einnahmen aus Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Flächen
– Bürger legen Geld in Ökostrom-Fonds an, Betreiber bieten Beteiligungsmodelle an
– Bürger investieren aktiv Geld in regionale Projekte oder werden selbst zum »Energieerzeuger«

Der Nutzen kann sich sowohl für die Allgemeinheit, als auch für Einzelpersonen ergeben. Den größten lokalen Wertschöpfungseffekt und die stärkste Verankerung in der lokalen Bevölkerung haben Projekte, die von der Kommune initiiert bzw. unterstützt und von Bürgern finanziell (mit-)getragen werden. In diesem Fall sind auch die Gestaltungsspielräume seitens Kommune und Einwohnerschaft am größten.

Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Seit 2021 ist dort die Dialog- und Servicestelle erneuerbare Energien angesiedelt, deren Ziel es ist, Akzeptanz bei entsprechenden EE-Projekten zu erhöhen, die Bürgerschaft und Kommunen zu informieren und zu beraten sowie bei der Bearbeitung von Konflikten zu unterstützen. Gesellschafter der SAENA sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). www.sachsen-erneuerbar.de

Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH
Stefan Thieme-Czach
Telefon: 0351 4910-3168
E-Mail: stefan.thieme-czach@saena.de

  • Hinweis zur sprachlichen Regelung

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der geschlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten.


Kontakt

Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH

Ansprechpartnerin Melanie Sterczewski
Telefon: +49 351 4910 3165
Telefax: +49 351 4910 3155
E-Mail: info@saena.de
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