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Tipps für ein sicheres Zuhause

30.06.2022, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Das LKA Sachsen informiert zum Thema Wohnungseinbruch

»Na hoffentlich ist zu Hause alles in Ordnung!«, ein Gedanke, der den meisten Menschen nicht fremd sein dürfte, die während ihres Urlaubes in der Ferne weilen. Denn, was nützt der schönste Urlaub, wenn zu Hause eine böse Überraschung wartet und Diebe Ihre Wohnung verwüstet haben.

Einbrecher sind das ganze Jahr über unterwegs und schauen nach günstigen Tatgelegenheiten. In den Sommermonaten könnten das die ganz offensichtlich verwaisten Wohnungen von Urlaubern sein, in den Wintermonaten machen sich die Diebe den Schutz der Dunkelheit zu Nutze. Dabei sind ungesicherte oder gekippte Fenster und Türen willkommene Einfallstore.

2021 ist die Zahl der Wohnungseinbruchsdiebstähle mit 1 977 Fällen in Sachsen weiter rückläufig und befindet sich mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit zehn Jahren. Ein Grund für den Rückgang der Fallzahlen in den vergangenen Jahren (2020: 2 831, 2019: 3 040, 2018: 4 001 Fälle) sind sicher auch die Ausgangsbeschränkungen in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Viel mehr Menschen haben, auch durch Home-Office, mehr Zeit zu Hause verbracht. Damit haben sich natürlich ebenfalls die Tatgelegenheiten für Einbrecher verringert.

Die Aufklärungsquote lag bei 31 Prozent, das heißt, jeder vierte Einbruch wurde 2021 aufgeklärt. Insgesamt 647 Wohnungseinbrecher konnte die sächsische Polizei ermitteln. Mehr als 43 Prozent aller Wohnungseinbrüche blieben im Versuch stecken. Das zeigt, dass die präventiven Maßnahmen für mehr Einbruchschutz – einschließlich der Förderprogramme in Bund und Ländern – zunehmend greifen.

Trotz Rückgang der Fallzahlen ist jeder Wohnungseinbruch ist ein Einbruch zu viel. Er belastet die Betroffenen zum Teil erheblich. Neben dem materiellen Schaden sind häufig auch dauerhafte psychische Störungen Folgen für die Opfer.

Mit den nachfolgenden Hinweisen gibt die Polizei Sachsen Ihnen nützliche Tipps, wie Sie, neben einer effizienten Sicherungstechnik, mit geringem Aufwand und durch gezielte Maßnahmen einen möglichen Einbruch verhindern können.

• Vermeiden Sie während einer längeren Abwesenheit den Eindruck, dass Ihre Wohnung oder das Haus zurzeit unbewohnt sind. Ständig heruntergelassene Rollläden, zugezogene Vorhänge, überquellende Briefkästen oder verräterische Anrufbeantworteransagen am Telefon (»Wir sind im Urlaub«) sind hilfreiche Hinweise für Einbrecher. Auch der lange nicht gemähte Rasen signalisiert: Hier ist gerade niemand zu Hause.
• Achten Sie darauf, dass alle Fenster und Türen während des Urlaubs geschlossen sind und schließen Sie die Haustür richtig ab. Das gilt auch für eine kurze Abwesenheit. Gekippte Fenster, Balkon- und Terrassentüren, vor allem an der Gebäuderückseite, sind besonders beliebt bei Einbrechern. Dachfenster und Kellertüren gelten ebenso als Schwachstellen. Verstecken Sie die Schlüssel zudem nicht unter der Fußmatte oder woanders auf dem Grundstück – Einbrecher kennen die üblichen Verstecke.
• Nicht weggeschlossene Gartenmöbel oder sonstige Einstiegshilfen sind für Einbrecher geradezu eine Einladung, übers Fenster in die Wohnung einzusteigen. Sichern Sie beispielsweise Ihre Mülltonnen mit einer Kette, damit sie von Einbrechern nicht zweckentfremdet genutzt werden können.
• Sorgen Sie dafür, dass während des Urlaubs in einzelnen Räumen wie auch im Außenbereich, inklusive Keller, das Licht brennt. Hierfür eigenen sich Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder.
• Achten Sie bei Ihren Grüßen und Informationen über soziale Medien, wem und was Sie über sich preisgeben. Einbrecher verwenden regelmäßig Facebook, Instagram oder Twitter, um dort nach guten Einbruchzielen zu suchen.
• Katalogisieren und fotografieren Sie wertvolle Gegenstände sowie Schmuck- und Kunstgegenstände. Diese Maßnahmen können bei der Fahndung nach den gestohlenen Objekten hilfreich sein. Achten Sie auf eine ausreichende Hausratversicherung, damit im Falle eines Einbruchs die Absicherung des finanziellen Schadens gewährleistet wird. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Versicherung oder bei den Verbraucherschutzzentralen der Länder.
• Eine gute und intakte Nachbarschaft kann besonders hilfreich sein, denn Nachbarn können Einbrecher durch eine höhere Aufmerksamkeit von ihrem Vorhaben abhalten. Pflegen Sie daher den Kontakt zu Ihren Nachbarn für mehr Sicherheit und Lebensqualität. Helfen Sie sich gegenseitig und bitten Sie vertrauenswürdige Nachbarn, ein Auge auf die Wohnung oder das Haus zu werfen. Nachbarn können zudem den Briefkasten leeren, die Rollläden öffnen und schließen und das Licht ein- und ausschalten, um einen bewohnten Eindruck Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses zu hinterlassen.
• Legen Sie Wert auf den richtigen Einbruchschutz und nutzen Sie mechanische und elektronische Sicherungstechnik für die Absicherung Ihres Eigentums. Einen Kredit oder Zuschuss erhalten Eigentümer und Vermieter im Rahmen von KfW-Förderprodukten. Mehr Infos unter www.kfw.de.
• Alarmieren Sie bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlagen) und in dringenden Verdachtsfällen umgehend die Polizei über den Notruf 110.

Schützen Sie Ihr Eigentum! Geben Sie Dieben keine Chance!
Weitere Möglichkeiten, wie Sie Ihr Eigentum besser schützen können, finden Sie unter https://www.k-einbruch.de oder unter https://www.polizei-beratung.de


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