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TU Dresden Beyer-Bau – Demontage der Kuppel des Observationsturms

10.03.2022, 13:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Unter Regie der Niederlassung Dresden II des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) wird der Beyer-Bau auf dem Campus der TU Dresden denkmalgerecht generalsaniert. Der ursprünglich in den Jahren 1908 bis 1913 nach Plänen des Architekten Martin Dülfer errichtete Beyer-Bau wird seit 2018 grundsaniert und modernisiert. Nun steht die Instandsetzung der Tragkonstruktion des 40 Meter hohen Turms des Beyer-Baus mit der Sternwartenkuppel des Lohrmann-Observatoriums an.

Die Kuppel ist etwa 12 Tonnen schwer und hat einen Durchmesser von rund 8,5 Metern. Zur Durchführung der Instandsetzung ist es erforderlich, die Kuppel zu demontieren (Herunterheben) und nach Durchführung der Arbeiten zu remontieren (Heraufheben).

Derzeit ist geplant, bei entsprechenden Wetterverhältnissen (weitestgehend Windstille), den Kuppelhub am 14.03.2022 (ab ca. 10:00 Uhr) am Fritz-Foerster-Platz mit einem 200 Tonnen Mobilkran durchzuführen.

Für die Montagearbeiten wird eine bauzeitliche Hilfskonstruktion aus Stahl gefertigt. Die Konstruktion besteht aus einem unteren sechseckigen Ring zur Aufnahme der Kuppel sowie einem im inneren der Kuppel und außen um die Kuppel herum angeordneten räumlichen Fachwerk.

Die Turmfassade wurde in der bisherigen Geschichte des Hauses mehrmals grundlegend geändert. Die neue Turmfassade soll die ursprüngliche Turmfassade der Erbauungszeit mit neuen Materialien modern interpretieren. Das erfolgt mit Glasfassaden- und Leichtmetallelementen. Im unteren Bereich des Turmes werden kleinere Rekonstruktionen nach historischem Vorbild den Denkmalbestand ergänzen.

Die grundlegende Sanierung des Beyer-Baus ist eine komplexe Aufgabe und mit hohem Aufwand verbunden. Das Gebäude diente seit seiner Errichtung der Unterbringung der Bauingenieure und der Astronomen und wird auch wieder für diese Studienrichtungen hergerichtet. Das sehr große Gebäude verfügt über 73.456 m³ Bruttorauminhalt und hat eine Bruttogeschoßfläche von 17.764 m².

Im Rahmen der energetischen und funktionalen Komplettsanierung wird der Südosteingang aus Richtung Hörsaalzentrum aufgewertet. Er ist künftig der neue Haupteingang des Beyer-Baus. Zwei historische Hörsäle werden saniert und bleiben erhalten. Die beiden Innenhöfe werden überbaut, der Verbinder wird aufgestockt. Hier entstehen neue Bürobereiche, die das Platzangebot erweitern. Das in die Jahre gekommene Wasserbaulabor der Fakultät Bauingenieurwesen wird vollständig neu errichtet und bietet künftig neue Möglichkeiten für die Lehre.

Das Investitionsvolumen liegt bei rund 60 Millionen Euro. Davon stammen etwa 10 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Der Anteil des Freistaates beläuft sich auf ca. 50 Millionen Euro. Das Bauvorhaben wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.


Kontakt

Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement

Pressesprecher Alwin-Rainer Zipfl
Telefon: +49 351 564 97200
Telefax: +49 351 4510991100
E-Mail: presse@sib.smf.sachsen.de
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