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Wissenschaftsminister Gemkow gratuliert zur Einwerbung von zusätzlichen Geldern der Deutschen Forschungsgemeinschaft

25.11.2021, 09:36 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Die TU Dresden hat mit weiteren Hochschulen und Forschungsinstituten bei der aktuellen Auswahlrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Forschungsgelder in Höhe von insgesamt mehr als 22 Mio Euro eingeworben. Die Mittel stehen über eine Laufzeit von vier bzw. viereinhalb Jahren für zwei Graduiertenkollegs und einen Sonderforschungsbereich im Verbund mit Partnern auch außerhalb Sachsens bereit.

Staatsminister Sebastian Gemkow: »Ich gratuliere den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Dresden herzlich dazu, dass sie sich mit der Einwerbung von drei neuen großen Forschungs- und Graduiertenvorhaben gegen eine harte Konkurrenz durchgesetzt haben. Sie sind hervorragende Beispiele für die wissenschaftliche Exzellenz an sächsischen Hochschulen. Zudem freue ich mich über die universitäts- und sogar landes- und bundesübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen und Forschungseinrichtung. Diese Konzentration der Expertise stärkt die Forschung und wirkt sich positiv auf die Sichtbarkeit des Wissenschaftsstandorts Sachsen aus.«

Die erfolgreichen Forschungsprojekte:

Bei den Graduiertenkollegs konnte der Einrichtungsantrag der TU Dresden für das Graduiertenkolleg "Suprakolloidale Strukturen: Von Materialien zu optischen und elektronischen Bauteilen" überzeugen. An dem Konsortium sind auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), des Kurt-Schwabe-Instituts für Mess- und Sensortechnik e.V. Meinsberg (KSI), des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden (IPF) sowie der Universität Leipzig beteiligt. Sprecher ist Professor Dr. Andreas Fery von der TU Dresden. Das Vorhaben wird ab April 2022 für eine erste Förderperiode von viereinhalb Jahren von der DFG gefördert. Das Ziel des Forschungs- und Ausbildungsprogramms dieses Graduiertenkollegs ist es, das Potenzial von suprakolloidalen Strukturen für Optik, Elektronik und Sensoren zu untersuchen. Das durch eine hohe Interdisziplinarität geprägte Graduiertenkolleg soll eine Brücke zwischen Materialentwicklung und Endgeräten schlagen und damit die Lücke zwischen der Welt partikulärer Materialien und der Welt der optischen/elektronischen Bauteile schließen

Auch mit einem zweiten Einrichtungsantrag war die TU Dresden erfolgreich. Das Internationale Graduiertenkolleg »Risikofaktoren und Pathomechanismen von Affektiven Störungen« mit dem King‘s College London wurde für eine erste Förderperiode ab Juli 2022 ausgewählt. Das Graduiertenkolleg widmet sich der Erforschung der Risikofaktoren und Pathomechanismen, die zur Ausbildung affektiver Störungen führen (beispielsweise bipolare Störung, ADHS, Depression). Wegen der bisher bestehenden Schwierigkeit, für diese psychiatrischen Erkrankungen verlässliche Diagnosen zu stellen und aufgrund der eingeschränkten Therapiemöglichkeiten besteht ein drängender Forschungsbedarf, um zu einem besseren Verständnis der Störungen beizutragen. Sprecher ist Professor Dr. Michael Bauer, TU Dresden.

Bei den Sonderforschungsbereichen überzeugte der Einrichtungsantrag eines Konsortiums der TU Dresden und der RWTH Aachen, der nun für eine erste Förderperiode von vier Jahren von der DFG gefördert wird. Freuen können sich Forscherinnen und Forscher des Projekts Transregio TRR 339 Digitaler Zwilling Straße – Physikalisch-informatorische Abbildung des Systems »Straße der Zukunft« mit Professor Dr.-Ing. Michael Kaliske von der TU Dresden als Sprecher. Bei diesem Sonderforschungsbereich wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu beitragen, neue Lösungskonzepte für die Zukunft im Bereich des Straßenverkehrs zu entwickeln, um Antworten auf die aktuellen Herausforderungen etwa mit Blick auf die Nachhaltigkeit, Finanzierbarkeit und Klimafreundlichkeit zu finden. Es sollen die Grundlagen für die Analyse und Steuerung des zukünftigen Systems Straße geschaffen werden, die eine intelligente Nutzung der Straßeninfrastruktur ermöglichen und zugleich den Anforderungen an die Mobilität der Zukunft genügen.

Hintergrund:
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V. (DFG) ist die zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Ihre Aufgabe ist die finanzielle Unterstützung von Forschungsvorhaben, die sich auf den Hochschulbereich konzentrieren. Zu den satzungsgemäßen Aufgaben der DFG gehören außerdem die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Forscherinnen und Forschern, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, die Beratung von Parlamenten und Behörden in wissenschaftlichen Fragen und die Pflege der Verbindungen der Forschung zur ausländischen Wissenschaft.
https://www.dfg.de/


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Pressesprecher Falk Lange

Telefon: +49 351 564 60200

E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de

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