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»Reicht es?! – 10 Jahre NSU-Aufarbeitung in Zwickau«

21.10.2021, 12:40 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Gemeinsamer Gedenk- und Bildungstag des Sächsischen Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung und der Stadt Zwickau am 4. November in Zwickau

Am 4. November 2011 geriet zunächst in Eisenach ein Wohnmobil in Brand, später ereignete sich in Zwickau die Explosion eines Hauses. In den folgenden Tagen musste zur Kenntnis genommen werden, dass drei rechtsextreme Terroristen zehn Menschen ermordet und zahlreiche weitere Straftaten, vorwiegend aus rassistischen Motiven, begangen hatten. Das Sächsische Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) und die Stadt Zwickau nehmen den 10. Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU zum Anlass, um am Donnerstag, dem 4. November einen Gedenk- und Bildungstag unter dem Titel »Reicht es?! – 10 Jahre NSU-Aufarbeitung in Zwickau« zu veranstalten. An diesem Tag finden im Zwickauer Konzert- und Ballhaus »Neue Welt« Workshops und eine Dialogveranstaltung sowie eine Gedenkfeier im Dom St. Marien statt. Der Opfer des NSU soll gedacht, die bisherige Aufarbeitung des Geschehens reflektiert und der Blick in die Zukunft gerichtet werden. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, nach vorheriger Anmeldung an den öffentlichen Veranstaltungen teilzunehmen.

12:30 Uhr

Begrüßung

Staatssekretärin Dr. Gesine Märtens, Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung und Constance Arndt, Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau begrüßen die Gäste und Teilnehmenden.

Nicht öffentlich

13:00 bis 16:00 Uhr

Workshops für Mitarbeitende der sächsischen Verwaltung

»Anders besser?! Konsequenzen aus dem NSU für Aus-, Fort- und Weiterbildung« richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Justizwesen.
»Was soll's?! Anforderungen an ein NSU-Dokumentationszentrum« beschäftigt sich mit den Erfordernissen eines NSU-Dokumentationszentrums und richtet sich an Führungskräfte aus dem Bereich der öffentlichen Verwaltung mit Schwerpunkt auf den Ministerien für Inneres und der Justiz.

Presseöffentlich

16:40 Uhr

Übergabe eines Fördermittelbescheids für die Entwicklung eines Dokumentationszentrums zum NSU-Komplex

Katja Meier, Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung übergibt einen Fördermittelbescheid an zivilgesellschaftliche Akteure im Konzert- und Ballhaus »Neue Welt«. Im Anschluss symbolische Gedenkbaumübergabe »wachsendes Gedenken« an die Stadt Nürnberg durch das »Bündnis für Demokratie und Toleranz der Zwickauer Region«
Bus-Shuttle zum Dom St. Marien

Öffentlich

18:00-19:30 Uhr

Gedenken der Opfer des NSU-Komplexes

Beim Gedenken im Dom St. Marien erinnert die Stadt Zwickau gemeinsam mit Kirchenvertretern und weiteren Akteuren an den NSU-Terror und dessen Opfer. Im Anschluss erfolgt der Gang zu den Gedenkbäumen, die im Schwanenteichpark in Erinnerung an die zehn Todesopfer gepflanzt wurden. An den Bäumen werden Kerzen abgestellt.
Bus-Shuttle vom Schwanenteichpark zum Konzert- und Ballhaus »Neue Welt«

20:00 Uhr

»Reicht es?! – 10 Jahre NSU-Aufarbeitung in Zwickau«

Im Konzert- und Ballhaus »Neue Welt« diskutieren Vertreterinnen und Vertreter der sächsischen Staatsregierung mit Vertreterinnen und Vetretern aus den Kommunen und der Zivilgesellschaft über die Konsequenzen, die in Verwaltung und Politik aus der Mordserie gezogen wurden. Sie stellen sich unter anderem der Frage, an welchem Punkt der Aufarbeitung der Freistaat Sachsen und die Stadt Zwickau zehn Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU stehen und was die Lehren aus dem bisherigen Aufarbeitungsprozess sind. Zur Diskussion steht außerdem die Form der Aufarbeitung in Zukunft und welcher Auftrag sich daraus ableiten lässt für ein zu gründendes Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex.

Gäste:

  • Katja Meier, Sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung
  • Thomas Rechentin, Amtschef Sächsisches Staatsministerium des Innern
  • Constance Arndt, Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau
  • Dr. Thomas Nitzsche, Oberbürgermeister der Stadt Jena
  • Miko Runkel, Bürgermeister der Stadt Chemnitz
  • Mehmet Daimagüler, Rechtsanwalt; ehem. Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess
  • Moderation: Judith Rahner, Amadeu Antonio Stiftung

Eine Simultan-Übersetzung in Gebärdensprache wird angeboten.

Eine Teilnahme an der Fördermittelübergabe, der Gedenkveranstaltung im Dom St. Marien sowie an der Dialogveranstaltung im Konzert- und Ballhaus »Neue Welt« ist ausschließlich nach vorheriger Anmeldung möglich. Es gelten die 3G-Regeln gemäß den aktuellen Regelungen zur Corona-Pandemie. Entsprechende Nachweise sind am Einlass vorzuweisen.

Ansprechpartner:

Christina Wittich (Anmeldung Fördermittelübergabe und Dialogveranstaltung)
Pressestelle
Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung
E-Mail: presse@smj.justiz.sachsen.de
Tel.: 0351 / 564150-10

Mathias Merz (Anmeldung für die Gedenkveranstaltung)
Pressesprecher
Presse- und Oberbürgermeisterbüro
E-Mail: pressebuero@zwickau.de
Tel.: 0375 / 831801


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung

Pressesprecherin Christina Wittich

Telefon: +49 351 564 15014

Telefax: +49 351 564 16189

E-Mail: presse@smj.justiz.sachsen.de

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