Von Hans Huckebein bis Conni: Ausstellung und Podcast zu Kinder- und Jugendliteratur im Wandel der Zeiten in der SLUB Dresden
18.09.2026, 14:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Zum Weltkindertag am 20. September 2026 ist in der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek eine neue Ausstellung zu sehen: In der Galerie am Lesesaal (SLUB Zentralbibliothek, Zellescher Weg 18, 01069 Dresden, 2. UG) werden bis Ende März 2027 ausgewählte Werke aus der Kinderbuchsammlung der SLUB gezeigt. Anhand von Kinder- und Jugendbüchern aus mehr als 150 Jahren – von Wilhelm Busch und der Kaiserzeit über die DDR bis zur Gegenwart; vom Struwwelpeter über Försters Pucki bis zu Conni – reflektiert die Ausstellung, was diese Bücher über die Zeit erzählen, in der sie entstanden sind. Welches Bild von Kindheit entwerfen sie? Welche Erziehungsideale und Rollenbilder spiegeln sich darin, welche Ideologien sind eingeflossen?
Die Ausstellung »Von Hans Huckebein bis Conni. Kinder- und Jugendliteratur im Wandel der Zeiten« kann zu den Öffnungszeiten in der SLUB Zentralbibliothek (September und März Montag bis Samstag 8-21 Uhr, Sonntag 10-18 Uhr; Oktober bis Februar Montag bis Samstag 8-23 Uhr, Sonntag 10-22 Uhr) besichtigt werden, der Eintritt ist frei. Ausstellung und Begleitprogramm sind in Kooperation mit den Städtischen Bibliotheken Dresden entstanden.
Robert C. Schuppe, der die Ausstellung gemeinsam mit Ansgar Engels kuratiert hat und für die Kinderbuchsammlung an der SLUB verantwortlich ist, erläutert: »Kaum jemand kennt die Kinderbuchsammlung der SLUB, da sie als Forschungssammlung zumeist im Magazin schlummert. Wir möchten diesen bislang kaum erschlossenen Schatz für die Kinderbuchforschung bekannter machen. Denn Kinderbücher sind ein unterschätztes Medium. Ikonische Figuren wie der Struwwelpeter oder die Biene Maja prägen nicht nur unsere Kindheit, sondern sind zugleich Spiegel der Epoche, in der sie entstanden sind.«
In verschiedenen Themenblöcken widmet sich die Ausstellung der Bedeutung von Illustrationen im Wandel der Zeit; Geschlechterrollen, der Darstellung der Fremde oder Zukunftsvisionen.
Kindheitsgeschichten: Der 15-Minuten-Podcast zur Ausstellung
Begleitend zur Ausstellung ist der Podcast Kindheitsgeschichten entstanden. Jede der 15-minütigen Folgen widmet sich einem Werk aus kultur- und literaturhistorischer Perspektive. In der ersten Folge zu »Försters Pucki« geht es um Geschlechterrollen in Magda Trotts Kinderbuch aus der Zeit des Nationalsozialismus. Es handelt von der vierjährigen Hedi, die lernen soll, ein Mädchen zu sein, obwohl sie lieber ein Junge wäre. In Folge zwei sprechen Robert Schuppe und Susann Trapp über Theodor Storms Kunstmärchen »Die Regentrude« – ein früher Klassiker, der bereits im 19. Jahrhundert fantasievoll von einer Welt erzählt, in der die Natur aus dem Gleichgewicht gerät.
Hören kann man die Kindheitsgeschichten überall dort, wo es Podcasts gibt, alle bereits erschienenen Folgen sind auch unter www.slubdd.de/kinderbuchpodcast verlinkt. In den kommenden Wochen werden weitere Folgen veröffentlicht.
Im Begleitprogramm zur Ausstellung gibt es neben Kuratorenführungen unter anderem einen Filmabend mit DEFA-Klassikern für Kinder (am 4.12.2026, Beginn 17:50 Uhr im Klemperer-Saal der SLUB Dresden) und eine Veranstaltung zum Thema »Vorlesen: Wie Geschichten Kinder prägen« im COSMO Wissenschaftsforum im Kulturpalast (am 5.11.2026, Beginn 18:30 Uhr).
Kontakt
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden
Pressesprecherin Annemarie GrohmannTelefon: +49 351 4677 342E-Mail: Annemarie.grohmann@slub-dresden.deThemen
Downloads
- Theodor Storms "Die Regentrude" in der Ausstellung (JPG; 7 MB)
- Der 15-Minuten-Podcast zur Ausstellung: Kindheitsgeschichten (JPG; 800 kB)
- Puppenhaus (JPG; 1 MB)
- Besucher in der Ausstellung (JPG; 1 MB)
- Historische Illustration zu Hänsel und Gretel in der Ausstellung (JPG; 8 MB)
- Blick in die Ausstellung (JPG; 1000 kB)
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