4. Netzwerktreffen der Sächsischen Opferbeauftragten
17.06.2026, 18:05 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Iris Kloppich als erste Opferbeauftragte der Sächsischen Staatsregierung verabschiedet sich
Unter dem Motto »Vernetzung für optimale Großschadensbewältigung – Alle ziehen an einem Strang« kam das Netzwerk der Sächsischen Opferbeauftragten am 17. Juni 2026 zu seinem jährlichen Treffen zusammen. Ziel dieses Netzwerktreffens war es, die Rolle der Kommunen bei der Bewältigung größerer Schadenereignisse in den Fokus zu nehmen, erfolgreiche Praxisbeispiele vorzustellen und konkrete Handlungsstrategien für eine koordinierte psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) sowie eine nachhaltige Versorgung und Unterstützung von Betroffenen darzustellen.
Dazu wurden Strategien der kommunalen Prävention, Frühwarnsysteme und Krisenmanagement, die Zusammenarbeit mit Bund, Ländern, Hilfsorganisationen und der Polizei, der Aufbau verlässlicher Unterstützungsstrukturen für Opfer und Betroffene vor Ort an folgenden Beispielen beleuchtet:
• das Anschlagsereignis in Hanau und seine Folgen – Erkenntnisse aus der kommunale Praxis
• Best-Practice-Beispiel »Koordinierung der PSNV in der Stadt Leipzig bei größeren Schadensereignissen« – Amokfahrt am 4. Mai 2026
• Best-Practice-Beispiel »Bewältigung von Bedrohungslagen in Schulen durch die Stadt Plauen«
In der Podiumsdiskussion unter dem Motto: »In Krisen Köpfe kennen – gelebte Vernetzung in den Regionen« wurden vergangene Praxisformate vorgestellt und mit dem Publikum diskutiert:
Welche Ergebnisse brachten die fünf Regionalen Vernetzungstreffen? Welche Ansätze, Strukturen und Standards haben sich bewährt? Was kann man noch besser machen?
Teilnehmende kamen aus Kommunalverwaltungen, Katastrophenschutz, Polizei, Gesundheitswesen, Sozialverbänden und Betroffenenvertretungen
Nach siebenjähriger Amtszeit verabschieden Ministerpräsident Michael Kretschmer, Sozialministerin Petra Köpping, Ulf Bandiko (Amtschef im Sächsischen Staatsministerium des Innern) sowie weitere Repräsentanten der im Netzwerk vertretenen Institutionen die Sächsische Opferbeauftragte Iris Kloppich und dankten ihr für ihre herausragende Arbeit und ihren persönlichen Einsatz für Opfer und Betroffene schwerer Gewalttaten und Großschadensereignisse. Besondere Anerkennung verdient ihre kontinuierliche Arbeit zur Stärkung der Unterstützungsketten und der Vernetzung regionaler Akteurinnen und Akteure.