Eröffnung der neuen Fahrradstraße auf der Kamenzer Straße

10.05.2026, 10:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Fahrradstraße Radeberg-Leppersdorf (© LISt GmbH)

Die Kamenzer Straße zwischen Radeberg und dem Wachauer Ortsteil Leppersdorf wird offiziell zur Fahrradstraße.

Fahrradstraße Radeberg-Leppersdorf (© LISt GmbH)

Die Kamenzer Straße zwischen Radeberg und dem Wachauer Ortsteil Leppersdorf wird offiziell zur Fahrradstraße.

Die Kamenzer Straße zwischen Radeberg und dem Wachauer Ortsteil Leppersdorf wird offiziell zur Fahrradstraße.

Mehr Sicherheit, mehr Lebensqualität, mehr nachhaltige Mobilität

Die Kamenzer Straße zwischen Radeberg und dem Wachauer Ortsteil Leppersdorf wird offiziell zur Fahrradstraße und am 10. Mai 2026 feierlich eröffnet.

Mit der Umgestaltung verfolgt der Freistaat Sachsen zusammen mit den Kommunen das Ziel, den Radverkehr gezielt zu fördern, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und eine bestehende Lücke im Radverkehrsnetz zwischen Radeberg und Leppersdorf zu schließen. Fahrradstraßen sind speziell für den Radverkehr konzipiert. Hier haben Radfahrende Vorrang, während der motorisierte Verkehr nur eingeschränkt zugelassen ist. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt für alle Verkehrsteilnehmenden 30 km/h. Überholvorgänge sind möglich, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes (innerorts 1,5 m und außerorts 2,0 m) gewährleistet werden kann.

Die Länge der Fahrradstraße beträgt ca. 2,4 km. Die Kosten für die Umgestaltung zur Fahrradstraße betragen ca. 13.000 Euro. Mit der Planung und Umsetzung wurde die LISt GmbH vom Freistaat Sachsen beauftragt. Die Straße verbleibt auch nach der Einrichtung der Fahrradstraße in der Baulastträgerschaft der Gemeinden Radeberg und Wachau.

Das Vorhaben umfasst folgende baulichen Maßnahmen:

  1. Beschilderung als Fahrradstraße mit Zusatz »Anlieger frei«
  2. eine Ergänzung der wegweisenden Beschilderung
  3. Markierungen von Piktogrammen zur besseren Sichtbarkeit des Radverkehrs

Die Idee zur Einrichtung einer Fahrradstraße zwischen den beiden Orten entstand im Frühjahr 2024 im Rahmen einer Projektvorstellung des Vorhabens »ALRad – Alternative Lösungen für straßenbegleitende Radwege« in der Arbeitsgemeinschaft Radverkehr der Stadt Radeberg. Ziel des ALRad-Projekts ist es, kurzfristig ein attraktives und bedarfsgerechtes Angebot für den Alltagsradverkehr zu schaffen. Dies soll insbesondere durch die Identifizierung und Nutzbarmachung geeigneter alternativer Routen im bestehenden Nebennetz erreicht werden. Im Fokus stehen dabei einfache, effiziente und umweltfreundliche Maßnahmen wie Markierungen und Beschilderungen, verkehrsorganisatorische Anpassungen, z. B. Geschwindigkeitsreduzierungen, sowie die Ertüchtigung vorhandener Wege.

Der heutige Verlauf der Kamenzer Straße geht auf den Neubau der Staatsstraße S 95 zurück. Damals wurde auf eine straßenbegleitende Radverkehrsanlage verzichtet, da auf die parallel verlaufende Gemeindeverbindungsstraße verwiesen wurde. Mit Umgestaltung zur Fahrradstraße wird rund drei Jahre nach Fertigstellung der S 95 ein längst überfälliger Lückenschluss im Radverkehrsnetz realisiert.

Mit der Anordnung der Fahrradstraße werden mehrere zentrale Ziele verfolgt: Die Verkehrssicherheit soll durch die Einführung von Tempo 30 deutlich erhöht werden. Gleichzeitig wird die Sichtbarkeit des Radverkehrs gestärkt und dessen Nutzung aktiv gefördert. Darüber hinaus bietet die Maßnahme die Möglichkeit einen wichtigen Beitrag zur positiven Öffentlichkeitsarbeit zu leisten, indem sie Wissen vermittelt, für nachhaltige Mobilität sensibilisiert und die Akzeptanz für den Radverkehr weiter steigert.

Oberbürgermeister der Stadt Radeberg Frank Höhme: »Mit der Eröffnung der Fahrradstraße schlagen wir ein neues Kapitel der Mobilität in Radeberg auf und gestalten unsere Stadt lebenswerter. Der Radverkehr erhält nun – ebenso wie der Kfz-Verkehr mit der S 95 – eine gute und sichere Verbindung von Radeberg nach Leppersdorf.«

Geschäftsführer des wegebunds Frank Kutzner: »Wir als kommunale Arbeitsgemeinschaft freuen uns über aktive Mitglieder wie Radeberg. Die Fahrradstraße ist ein positives Beispiel für eine effiziente und effektive Zusammenarbeit des Freistaats mit den engagierten Kommunen im Radverkehr. Wir freuen uns, dass wir Radeberg bei diesem Projekt unterstützen konnten und heute bei der Eröffnung dabei sein können.«

Hintergrund
Von der ersten Idee bis zur endgültigen Verkehrsfreigabe von Radwegen dauert es bis zu zehn Jahre. Komplexe Planungs- und Genehmigungsprozesse machen eine schnelle Umsetzung zu einer Herausforderung. Um dennoch attraktive und zu gleich sichere Radverkehrsführungen zu schaffen, bedarf es kurzfristig umsetzbarer, alternativer Lösungen. Genau an diesem Punkt setzt der ALRad-Projektgedanke an: Lücken im bestehenden Radwegnetz soll geschlossen und durchgängige Routen für den Alltags- und Schülerradverkehr geschaffen werden. Der Fokus liegt dabei auf der Nutzung bestehender Wegeverbindungen sowie auf verkehrsorganisatorischen Maßnahmen im Straßennetz.


Weiterführende Links

Kontakt

LISt Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen mbH

Ansprechpartnerin Stephanie Ihle
Telefon: +49 3720 783 20
E-Mail: Pressestelle@list.sachsen.de
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