Sardinien und Sachsen werben auf Konferenz in Brüssel für europäisches Wissenschafts-Großprojekt »Einstein-Teleskop«

25.03.2026, 08:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

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Werben für das Einstein-Telesop auf Europäischer Ebene (© SMWK/Daniel Berger)

v.l.n.r.: Matthias Ecke (MdEP), Oliver Schenk (MdEP), Prof. Christian Stegmann (wissenschaftlicher Co-Leiter der Machbarkeintsstudie für das Einstein-Teleskop), Sebastian Gemkow (Sächsischer Wissenschaftsminister)

Werben für das Einstein-Telesop auf Europäischer Ebene (© SMWK/Daniel Berger)

v.l.n.r.: Matthias Ecke (MdEP), Oliver Schenk (MdEP), Prof. Christian Stegmann (wissenschaftlicher Co-Leiter der Machbarkeintsstudie für das Einstein-Teleskop), Sebastian Gemkow (Sächsischer Wissenschaftsminister)

v.l.n.r.: Matthias Ecke (MdEP), Oliver Schenk (MdEP), Prof. Christian Stegmann (wissenschaftlicher Co-Leiter der Machbarkeintsstudie für das Einstein-Teleskop), Sebastian Gemkow (Sächsischer Wissenschaftsminister)

Wissenschaftsminister Gemkow: »Europäische Dimension macht das Vorhaben einzigartig.«

In Vorbereitung des geordneten Auswahlverfahrens für den künftigen Standort des Einstein-Teleskops hat die italienische Region Sardinien in Brüssel ihre Pläne zum Bau der Großforschungsinfrastruktur vorgestellt. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow hat dabei den Freistaat Sachsen als Partnerregion Sardiniens vertreten.

Sachsen und Sardinien arbeiten gemeinsam an einem Konzept zur Realisierung des unterirdischen Gravitationswellen-Teleskops, das in rund 200 Metern Tiefe in ein Granitmassiv in der Lausitz gebaut werden könnte. Ziel ist, Bau und Betrieb der Anlage so zu planen, dass sie den maximalen wissenschaftlichen Nutzen für Astrophysik und Technologieentwicklung hat, zu wirtschaftlich beherrschbaren Kosten.

Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow hat die Präsentation Sardiniens in Brüssel begleitet. Er sagte:
»Wir verstehen unsere Kooperation mit Sardinien und unsere Standort-Bewerbung als Einladung an Europa, mit uns gemeinsam ein überzeugendes Angebot für die Realisierung des Einstein-Teleskops zu erarbeiten. Es bietet nicht nur die Chance, eine verbindende Brücke über 1.200 km zwischen Sachsen und Sardinien, und damit zwischen Nord- und Südeuropa, zu bauen. Gleichzeitig wird es möglich, erstmals ein wissenschaftliches und technologisches Spitzenprojekt von internationalem Rang und Gewicht im Herzen Europas zu verwirklichen. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligten europäischen Mitgliedsstaaten. Zugang, Nutzen und Beteiligung dürfen nicht an räumliche Grenzen gebunden sein, sie müssen ganz Europa offenstehen.«

Gemkow spach sich erneut dafür aus, dass eine Standortauswahl für das Einstein-Teleskop nur auf Grundlage eines wissenschaftsgeleiteten Verfahrens getroffen werden sollte. Nur so sei objektiv sicherzustellen, dass sowohl die europäische Wissenschaft als auch die einzelnen Mitgliedsstaaten von den zu erwartenden technologischen Neuentwicklungen profitieren.

Hintergrund:
Die Konferenz in Brüssel wird von der italienischen Region Sardinien ausgerichtet. In Vorbereitung eines geordneten Standort-Auswahlverfahrens wurde das Vorhaben wichtigen Entscheidungsträgern auf europäischer Ebene vorgestellt. Zu den Repräsentanten gehörten unter anderem Italiens Wissenschaftsministerin Anna Maria Bernini, die Präsidentin der Region Sardinien, Alessandra Todde sowie Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow als Repräsentant des Freistaates Sachsen.

Gäste der Konferenz sind Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Vertreter der Europäi-schen Kommission sowie Mitglieder im Board of Governmental Representatives (BGR). Das Gremium entscheidet voraussichtlich 2027 auf europäischer Ebene über das Design- und den künftigen Standort des Einstein-Teleskops.

Das Einstein-Teleskop soll Gravitationswellen mit bisher unerreichter Präzision messen und damit entscheidende Einblicke in das Universum und die Grundlagen der Physik liefern. Mit seiner internationalen Dimension stärkt das Projekt die europäische Zusammenarbeit.


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