Gebt den Kindern das Kommando
30.01.2026, 13:35 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Aktiver Klimaschutz gehört heute in den Schulalltag – das ist nicht nur eine Vision oder gar Wunschdenken.
Klimabewegte Kinder und Jugendliche aus dem Freistaat Sachsen trafen sich diese Woche zur neunten Klimaschulkonferenz im hohen Haus. Sie hatten ein hehres Motto gesetzt, das in der Landespolitik zukünftig mehr Beachtung haben sollte: »Mitreden. Mitmachen. Mitgestalten – für unser Klima!«
Der Plenarsaal des Sächsischen Landtags präsentierte sich so diese Woche von einer sehr ungewohnten Seite. Nicht Parlamentarier hatten in den Stühlen der Landtagsfraktionen Platz genommen. Einer anderen Altersgruppe gehörte das Parlament für einen Tag: 250 klimaengagierten sächsischen Schülerinnen und Schülern - eine willkommene Veranstaltung gegen um sich greifende Politikmüdigkeit.
Die Klimaschulkonferenz wird gemeinsam vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz und dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus sowie der Sächsischen Landestiftung für Natur und Umwelt getragen. Das stellt ein starkes Zeichen für nachhaltige Bildung und eine verantwortungsvolle Zukunftsgestaltung im Freistaat Sachsen dar.
»Unsere aktuelle Politik setzt noch zu wenig Akzente zum notwendigen Klimaschutz. Wir haben nur den einen Planeten! Deshalb ist es der nachwachsenden Generation hoch anzurechnen, dass sie vehement für den Klimaschutz engagieren«, so der Direktor der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, Robert Clemen. »Die von den Kindern und Jugendlichen erhobenen Forderungen sollten von der Landespolitik positiv aufgenommen und tatkräftig umgesetzt werden«, ergänzt der Stiftungschef.
Im Mittelpunkt des eintägigen Jugendtreffens im Sächsischen Landtag standen zentralen Fragen:
• Wie lässt sich Klimaschutz heute ganz praktisch und konkret im Schulalltag umsetzen?
• Wie können Schülerinnen und Schüler selbst Verantwortung übernehmen, eigene Ideen entwickeln und ihre Schule nachhaltig verändern – freiwillig, praxisnah und mit Wirkung über das Klassenzimmer hinaus?
Die Schülerkonferenz gehört in Sachsen zur zentralen Austauschplattform der Klimaschulen in Sachsen. Sie bringt engagierte Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Partner aus Politik und Praxis zusammen. So macht dieses Treffen gut sichtbar, wie Bildung, Beteiligung und Klimaschutz im Schulalltag möglich sind und zusammenwirken können. Immer mehr junge Menschen in Sachsen stellen sich dieser Herausforderung mit Kreativität, Engagement und Ausdauer und fordern mehr Engagement von der Gesellschaft. Die engagierten sächsischen Schüler treiben Projekte voran, die Energie sparen, Ressourcen schonen und nachhaltiges Handeln konkret erlebbar machen. Das wachsende Netzwerk der sächsischen Klimaschulen zeigt eindrucksvoll, wie frühzeitige Beteiligung Verantwortung stärkt und Zukunftskompetenzen vermittelt.
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