Zahl der Absolventinnen und Absolventen in MINT Fächern steigt

21.04.2009, 16:01 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Ausbluten des Ingenieurlandes Sachsen verhindern"

Immer mehr Absolventinnen und Absolventen verlassen die sächsischen Hochschulen mit einem erfolgreichen Abschluss in einem sogenannten MINT (mathematisch/ ingenieurwissenschaftlich/ technisch/ naturwissenschaftlich) Fach in der Tasche. Darüber informierte heute die Sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Demnach hätten 2007 rund 6.300 zukünftige Ingenieure und Techniker die Hochschulen verlassen. Im Vergleich dazu waren es 2004 noch
4.800.

"Vor dem Hintergrund eines drohenden Mangels an Fachkräften gerade in diesen Bereichen muss es uns aber gelingen, diese Absolventenzahlen weiter deutlich zu steigern", so die Ministerin. Zwar zeigten die Prognosen, dass unter anderem die TU Dresden bis 2010 mit rund 10 Prozent mehr Absolventen in diesen Bereichen rechnen könne. Dies werde aber nicht ausreichen, um den prognostizierten Fachkräftebedarf zu decken. "Jeder kann sich vorstellen, was das für den Technologiestandort Sachsen bedeutet", sagte Dr. Stange. "Das Ingenieurland Sachsen würde praktisch ausbluten. Innovationen in der Wirtschaft verlangen heute mehr denn je kreative Köpfe – die Ingenieure, Techniker und Physiker, neben den Geistes- und Sozialwissenschaftlern. Frauen sind mehr als Willkommen". Sie habe, so die Ministerin, vor dem Hintergrund des Hochschulpaktes, mit den Hochschulen Zielvereinbarungen abgeschlossen, die darauf abzielten, insbesondere die Studierendenzahlen im Bereich der ingenieurwissenschaftlich-technischen Studiengänge zu erhöhen. Die sächsischen Fachhochschulen hätten ihre Aufnahmekapazität insbesondere in den Ingenieurwissenschaften um fünf Prozent erhöht.

"Es muss gelingen, stärker als bisher das Interesse der Schülerinnen und Schüler für ein Studium der Ingenieurwissenschaften zu wecken und auch Berufstätige für berufsbegleitende Studienangebote in diesen Fächern zu motivieren. Besonders wichtig ist es, bei den Ingenieurwissenschaften verstärkt junge Frauen für ein Studium zu gewinnen." Die Konzeption von Lehrveranstaltungen, die sich spezieller an Frauen wenden, sei ein wichtiger Schwerpunkt im Rahmen des Hochschulpaktes. Den sächsischen Universitäten und Fachhochschulen steht für diese Projekte bis 2010 eine Million Euro zur Verfügung.

Das Statistische Landesamt Kamenz hatte heute mitgeteilt, dass sich Mädchen nach wie vor wenig für technische Berufe interessierten. Von den rund 50.000 Studentinnen sind rund 21 Prozent in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften eingeschrieben.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Pressesprecher Falk Lange
Telefon: +49 351 564 60200
E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de
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