Dr. Eva-Maria Stange übergibt heute „Förderpreis der Kunstministerin“ beim 12. Internationalen Festival für computergestützte Kunst CYNETart

30.10.2008, 11:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

„Medienkunst muss sich in ihrer Qualität ebenso messen lassen wie andere Künste“

„Die Medienkunst ist in der Mitte der Gesellschaft, der Künste angelangt. Sie muss sich an ihrem Gehalt und ihrer formalen Qualität ebenso messen lassen wie andere Künste. Dass es weltweit viele Künstlerinnen und Künstler gibt, die diesem Anspruch auf originelle und souveräne Weise gerecht werden, zeigt das Festival CYNETart in Dresden. Es hat hier einen guten und überzeugenden Platz inmitten des Spannungsfeldes von Barock und Moderne gefunden“, sagte die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, heute während der Übergabe des "Förderpreises der Kunstministerin" beim 12. Internationalen Festival für computergestützte Kunst CYNETart.

Die von der Jury für Preis und Stipendium vorgeschlagenen Arbeiten zeigten, wie vielfältig die computergestützte Kunst ist: Von der Begeisterung für das Spielerische, Ästhetische bis hin zur engagierten Kunst, die sich mit ihren Mitteln in gesellschaftliche Belange einmische. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstütze deshalb nicht nur das Festival selbst mit 50.000 Euro pro Jahr, sondern vergebe jährlich wechselnd einen Preis und ein Stipendium an junge Kunstschaffende im Bereich der computergestützten Kunst, „weil diese zeitgenössische Form der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit wichtig und produktiv ist, weil wir so junge Leute auf ihrem Weg in die Professionalität der Kunst unterstützen können“, so Dr. Stange.

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis, der seit 2004 alle zwei Jahre verliehen wird, geht nach Auswahl durch die Jury an die aus der Schweiz stammenden Künstler Christoph Wachter und Mathias Jud für ihr Projekt „Picidae“. Es verhindert die Sperrung von gesellschaftskritischen Internetseiten durch die Zensur in autoritä¬ren Staaten. Die Arbeit will aber nicht nur die Zensur unterwandern, sondern zum Nachdenken über das Ver¬hältnis von Text und Bild in Zeiten der Digitalisierung anregen. Der Preis ist verbun¬den mit der Aufgabe, eine neue Arbeit mit Bezug auf Dresden zu erarbeiten.

Das Artistin-Residence-Stipendium der Kunstministerin, das ebenfalls von der diesjährigen Jury zugesprochen, aber erst 2009 verwirklicht wird, geht an Marcus Wendt und Vera-Maria Glahn, die sich das Stipendium teilen. Beide studieren an der Kunsthochschule Kassel. Bei der CYNETart sind sie vertreten mit der Arbeit „AES02 Interim Camp“, die sich mit der Erkundung abstrakter, programmierter Landschaften befasst. Das Artistin-Residence-Stipendium Höhe wird in einer Höhe von 1300 Euro monatlich für bis zu sechs Monaten, insgesamt 7800 Euro, vergeben.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Pressesprecher Falk Lange
Telefon: +49 351 564 60200
E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de
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