09.02.2010
SMUL - Haushalt/Finanzen, Umwelt, Energiepolitik
„Heizkesselförderung ging weg wie warme Semmeln“
Noch 1 000 mal Abwrackprämie für Heizkessel
„Unsere Förderung der Umstellung von Heizkesseln in privaten Haushalten ist weggegangen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln“, das sagte heute (9.Februar 2010) Sachsens Umweltminister Frank Kupfer. „Mit rund 27 Millionen Euro aus dem europäischen EFRE-Programm haben wir das etwa Fünffache an Investitionen ausgelöst. Auf diese Weise ist uns ein hervorragend angenommenes Konjunkturprogramm sowohl für das regionale Handwerk als auch für die meist deutschen Hersteller moderner Brennwertkessel gelungen“.
Von dem Förderprogramm habe aber auch die Umwelt in erheblichem Maße profitiert, so der Minister weiter. Die von herkömmlicher auf moderne Brennwerttechnik umgestellten 21 000 Heizungsanlagen ersparen der Atmosphäre Jahr für Jahr rund 21 000 Tonnen CO2. Minister Kupfer verwies darauf, dass aus der Richtlinie „Energie und Klimaschutz“ über die Umstellung von Heizungsanlagen hinaus viele andere Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz gefördert werden. „Darunter sind der Neubau und die Sanierung von Passivhäusern und Baudenkmalen, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente Systeme und Investitionen in Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung. Auch diese Maßnahmen werden helfen, das Ziel der Staatsregierung zu erfüllen, bis zum Jahr 2020 den CO2-Ausstoß um 23 Prozent zu senken“. Damit auch solche Investitionen, für die zum Teil schon Förderanträge vorliegen, unterstützt werden können, kann die Sächsische Aufbaubank (SAB) ab morgen nur noch 1 000 weitere Förderanträge für die Umstellung von Heizkesseln von privaten Haus- und Wohnungseigentümern annehmen. Über den aktuellen Stand des Antragseingangs informiert die SAB tagaktuell. Ein Verweis auf die Internetseite der SAB findet sich unter: www.smul.sachsen.de.
„Nach dem weitgehenden Scheitern der Klimakonferenz in Kopenhagen kommt es besonders darauf an, dass wir hier in der Region in unseren Anstrengungen zum Klimaschutz nicht nachlassen. Deshalb wollen wir mit den bis 2013 verbleibenden Mitteln der EU möglichst viele verschiedene Möglichkeiten der Verbesserung der Energieeffizienz demonstrieren. Alle potentiellen Antragsteller, egal ob Privatpersonen, Kommunen oder Unternehmen sind aufgerufen, hier nach innovativen Lösungen zu suchen“, so Kupfer abschließend.