Neue Luftmessstation in Betrieb
07.04.2016, 10:36 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
An der Leipziger Straße in Chemnitz wird wieder gemessen
Die durch einen Verkehrsunfall im September 2015 schwer ramponierte Luftmessstation in der Leipziger Straße in Chemnitz ist durch einen Neubau ersetzt worden und ab sofort wieder in Betrieb. Das teilte das für die Luftüberwachung in Sachsen zuständige Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit. Nach einem Probelauf liefere die neue Messstation seit Anfang April wieder rund um die Uhr qualitätsgesicherte Messwerte. Sie sind für jedermann online abrufbar unter: www.luft.sachsen.de.
Errichtet und mit Messtechnik ausgestattet, wurde die neue, begehbare Messstation von der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL), die das sächsische Luftmessnetz im Auftrag des LfULG betreibt. Der BfUL zufolge hätten einige Messgeräte aus dem „alten“ Container repariert und wieder eingebaut werden können. Die Gesamtkosten für Bau und Technik liegen im fünfstelligen Bereich.
Die Messstation Chemnitz-Leipziger Straße repräsentiert die Belastungssituation an einer stark befahrenen Straße – vergleichbar mit den Messstationen Dresden-Bergstraße und Leipzig-Lützner Straße. Gemessen werden u. a. die Partikelkonzentrationen von Feinstaub PM10 und PM2,5 *) sowie Stickstoffdioxid. Am 4. April wurde gleich die erste Überschreitung des Tagesgrenzwertes für Feinstaub PM10 registriert. Allerdings war Chemnitz keine Ausnahme, sondern in der gesamten Osthälfte Deutschlands wurden erhöhte Feinstaubkonzentrationen gemessen. Seit gestern sind die Messwerte wieder gesunken.
Das sächsische Luftmessnetz umfasst insgesamt 29 stationäre Messstationen. Die einzelnen Stationen sind entsprechend den Kriterien der EG-Richtlinien hauptsächlich in Gebieten mit hohen Luftschadstoffbelastungen installiert. Dazu zählen Ballungsräume und größere Städte. Weitere Messstationen befinden sich in ländlichen Gebieten. Sie repräsentieren den so genannten Hintergrundwert (Background).
- ) Staub lässt sich nach Größe in verschiedene Fraktionen einteilen. Relevante Fraktionen des Gesamtstaubes stellen die Partikel dar, deren aerodynamischer Durchmesser weniger als 10 bzw. 2,5 Mikrometer beträgt (Feinstaub PM10 bzw. PM 2,5).