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07.03.2016, 11:20 Uhr

Leipziger und Dresdner Forscher gründen Biotechnologie-Unternehmen

RIBOLUTION Health GmbH entwickelt neuartige Tests zur verbesserten Diagnose und Prognose von Prostatakrebs

Der Kampf gegen Prostatakrebs wird von einer jungen sächsischen Firma aufgenommen. Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft, der Universität Leipzig und der TU Dresden haben gemeinsam ein Unternehmen ins Leben gerufen: die RIBOLUTION Health GmbH. Ziel des Start-Ups ist die Entwicklung neuartiger diagnostischer Testverfahren, mit deren Hilfe sich Tumore früher erkennen und unnötige Operationen vermeiden lassen. Die ersten Tests sollen in wenigen Jahren auf den Medizin-Markt kommen – und Ärzten und Patienten schnell und komplikationslos Aufschluss über Prostatakrebs geben.

Dr. Christoph Sachsenmaier, Geschäftsführer der neu gegründeten RIBOLUTION Health GmbH, betont: „Die Zukunft der Molekulardiagnostik liegt in der Analyse komplexer molekularer Muster, die für jeden Patienten individuell unterschiedlich sind. Hoch-sensitive Analysemethoden, gekoppelt mit aufwendigen bioinformatischen Auswertungen sind dafür notwendig. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft und unseren klinischen Partnern an der TU Dresden sind wir in der Lage, in dem sich rasch entwickelnden Umfeld an vorderster Front mitzuwirken.“

Die Forscher konzentrieren sich bei ihrem Vorhaben auf die Entwicklung neuartiger Biomarker aus der Molekülklasse der Ribonukleinsäuren (RNAs). Unter diesen zeigen vor allem die sogenannten, in der Diagnostik bislang kaum beachteten, nicht-kodierten RNAs ein enormes Potenzial für die Diagnose verschiedener Erkrankungen.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig ist von der Idee der Forscher angetan: „RIBOLUTION zeigt, dass wir kreative Wissenschaftler in Sachsen haben, denen wir bei der Gründung eines Unternehmens mit unseren Technologieförderprogrammen gern behilflich sind. Die meisten Innovationen brauchen Zeit, damit ihre Tragweite erkannt wird. Das Produkt der RIBOLUTION Health GmbH könnte so eine Innovation sein, welche weltweit von sich reden machen könnte. Denn schnellere Diagnosen können unnötigen Zeitverlust vermeiden und zu schonenderen Behandlungsmethoden führen.“

Das Beispiel RIBOLUTION Health GmbH verdeutlicht, dass der Freistaat als Standort für Biotechnologie und Medizintechnik immer attraktiver wird. Eine besondere Anziehungskraft auf Unternehmen dieser Branche hat die Bio City Leipzig. Hier haben sich in den vergangenen Jahren mehrere, auch international tätige, Unternehmen angesiedelt.

Sachsen hat bereits im Jahr 2002 eine Biotechnologie Offensive initiiert, mit dem Ziel, Forscher aus Wissenschaft und Wirtschaft im BioInnovationsZentrum Dresden und in der Bio City Leipzig anzusiedeln und damit möglichst gute Bedingungen für eine wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen zu schaffen. Der Freistaat hat zudem seit 2007 mehr als 100 Millionen Euro für Technologieförderprojekte mit Unternehmensbeteiligungen in der Biotechnologie gewährt. Inhaltliche Schwerpunkte dieser Projekte waren Vorhaben der ‚roten Biotechnologie‘ zur Entwicklung neuer Wirkstoffe, diagnostischer und regenerativer Verfahren oder Implantate.

Grundsätzlich sind die Technologieförderprogramme des Freistaates, finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes, technologieoffen. Im vergangenen Jahr unterstützte Sachsen mit über 110 Millionen Euro knapp 560 Technologieprojekte – so viele wie noch nie in einem Jahr.

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