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03.03.2016, 10:10 Uhr

Frisches Geld für Start-ups: Technologiegründerfonds Sachsen startet in die zweite Runde

Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS) wird um mehr als 64 Millionen Euro aufgestockt / Finanzierung von rund 45 neuen Unternehmensgründungen wird angestrebt

Sachsen verbessert das Risikokapitalangebot für innovative Gründer. Auf Initiative des SMWA geht der Technologiegründerfonds Sachsen in die zweite Runde. Der neue TGFS plus ist mit insgesamt 64,4 Millionen Euro ausgestattet. Der Freistaat Sachsen stellt 44,3 Millionen Euro aus dem EFRE bereit, die übrigen Mittel steuern die sächsischen Sparkassen in Chemnitz, Dresden und Leipzig, die SüdBeteiligungen GmbH sowie die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG) bei.

Ziel ist es, technologieorientierten sächsischen Start Ups das notwendige Kapital und KnowHow zur Verfügung zu stellen, damit sie ihr Geschäftsmodell besser umsetzen und Wachstumschancen nutzen können. Staatssekretär Stefan Brangs: „Sachsen bietet hervorragende Voraussetzungen für innovative Gründer. Die vielfältige Forschungs- und Industrielandschaft eröffnet gute Chancen für junge Unternehmen, die gerade im Bereich von Industrie 4.0 und vor dem Hintergrund der Digitalisierung neue Geschäftsmodelle etablieren wollen. Der Freistaat Sachsen hilft ihnen, das dafür notwendige Risikokapital zu mobilisieren.“

Der TGFS plus schließt an den TGFS an, mit dem Sachsen seit 2008 über ein erfolgreiches Instrument der Gründungsfinanzierung verfügt. 41 Unternehmen haben bis heute ihre Ideen mit Hilfe des TGFS vorangetrieben. Der Fonds zielt vor allem auf Gründerteams aus sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die neben Kapital auch den Zugang zu weiteren Investoren und einen verlässlichen Begleiter für den Unternehmensaufbau erhalten. Mit dem Engagement der MBG beim TGFS plus wird der Investorenkreis nun erweitert, die regionale Komponente gestärkt und der Zugang zu weiteren Finanzierungsmöglichkeiten, z.B. zu Business Angels und Banken, verbessert.

„Ich freue mich, dass die bewährten Partner aus dem Kreis der sächsischen Sparkassen und der SüdBeteiligungen GmbH weiter an Bord sind und dass die MBG sich künftig verstärkt bei innovativen Start-ups engagieren will“, so Brangs weiter.

„Der TGFS erzielt seit Jahren hervorragende Ergebnisse bei der Gründungsfinanzierung von Technologieunternehmen“, erklärt Sören Schuster, Geschäftsführer des TGFS. „Ziel des Fonds ist es, das große Potenzial der sächsischen Gründerszene optimal auszuschöpfen. Dazu finanzieren und begleiten wir junge Unternehmen auf dem oftmals steinigen Weg von der Gründung bis zur Marktreife. Die Chancen für den Erfolg werden dadurch deutlich gesteigert“, so Schuster weiter. Die Start-ups profitieren sowohl finanziell als auch vom Netzwerk des TGFS. Einerseits erhalten sie das nötige Kapital für die Etablierung ihrer Ideen am Markt, während sie andererseits auf das Fachwissen der erfahrenen Experten des TGFS-Managements zurückgreifen können. Bei der Suche nach erfolgsversprechenden Projekten legt der Fonds besonderes Augenmerk auf Forschungsteams an sächsischen Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen. Diesen wird mithilfe der Finanzierung durch den TGFS die Möglichkeit geboten, ihre Forschungsprojekte auf dem Markt zu platzieren und für die Industrie zugänglich zu machen.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche Unternehmensgründung mit Hilfe des TGFS ist die Qoniac GmbH: Das Unternehmen optimiert mit einer reinen Softwarelösung den Lithographieprozess in der Halbleiterindustrie. Durch diesen neuen Ansatz hat Qoniac weltweit Kunden gewonnen und den wirtschaftlichen Durchbruch erreicht. Dr. Adwin Timmer zur Zusammenarbeit mit dem TGFS: „Unsere Unternehmensgründung 2009 beruhte auf Erfahrung in der Halbleiterindustrie, dem Wissen, was man grundlegend verbessern kann und viel Enthusiasmus. Dass es bis zum nachhaltigen Erfolg ein steiniger Weg von fünf Jahren wird, hatten wir ehrlicherweise nicht erwartet – aber mit einem Partner wie dem TGFS konnten wir ihn gehen.“

Hintergrund:
Der Technologiegründerfonds Sachsen stellt technologieorientierten Gründern Beteiligungskapital für die Seed- und Start-up-Phase zur Verfügung. Der Fonds wurde 2008 mit einem Volumen von 60 Millionen Euro aufgelegt und im März 2016 auf 124 Millionen Euro aufgestockt. Zielunternehmen des TGFS sind junge, innovative, technologieorientierte Gründer und Unternehmen, die den Branchen ITK, Halbleiter- und Mikrosystemtechnik, Medizintechnik, Life Science, Umwelt- und Energietechnik sowie Neue Medien angehören. Der TGFS richtet sich an junge Unternehmen mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen. www.tgfs.de
Mithilfe des erhöhten Fondsvolumens will der TGFS rund 45 weitere Unternehmen finanzieren. Pro Start-up sollen 0,1 bis 5 Millionen Euro investiert werden. Bei der finanziellen Unterstützung wird das Kapital durch den TGFS als direkte oder stille Beteiligung vergeben. Die erwarteten Rückflüsse bei der erfolgreichen Marktetablierung der Unternehmen können anschließend für die nächste Start-up-Generation genutzt werden.

Bilder der Veranstaltung Meetup TGFS+ am heutigen Abend stehen ab 20.00 Uhr unter folgendem Link www.neuland-pr.de/presse/presse zum Download zur Verfügung.

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