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15.01.2016, 16:15 Uhr

Lenkungsausschuss Asyl tagt in Dresden

Schwerpunktthemen: Unterbringung und Integration

In seiner zwölften Sitzung hat sich der Lenkungsausschuss Asyl schwerpunktmäßig mit den Planungen zur Verteilung der Asylbewerber auf die Kommunen im Jahr 2016 beschäftigt. Zudem stand das Thema Integration im Fokus.

Unterbringung: Verteilung der Flüchtlinge auf die kommunale Ebene
Der Lenkungsausschuss Asyl hat sich auf Planungsgrößen zur Verteilung der Flüchtlinge im Jahr 2016 verständigt. Als Grundlage dient demnach die Annahme, dass den Freistaat in diesem Jahr etwa 51.000 neue Asylbewerber erreichen. Um den Prozess von der Erstaufnahme bis zur Unterbringung der Menschen in den Landkreisen und Kreisfreien Städte kontinuierlich und planbar zu gestalten, wären rechnerisch wöchentlich durchschnittlich 1.000 Flüchtlinge aus der Erstaufnahme des Landes in die Landkreise und Kreisfreien Städte zu verteilen. Die Landkreise und Kreisfreien Städte, wie auch der Freistaat sind gefordert, ihre Unterbringungskapazitäten hinreichend flexibel zu planen, da eine deutlich Unter-, aber auch Überschreitung der Plangrößen möglich ist. Konkrete Details dazu müssen der Freistaat und die kommunalen Landesverbände allerdings noch erörtern.

Integration: Stand zum Modellprojekt „Wegweiserkurse“
Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping hat den aktuellen Umsetzungsstand des Modellprojektes „Wegweiserkurse“ vorgestellt. Im Dezember 2015 starteten die ersten Kurse im Rahmen des Modellprojektes „Wegweiserkurse für Asylsuchende in Erstaufnahmeeinrichtungen“. Das Modellprojekt wird durch den Sächsischen Volkshochschulverband e.V. in Kooperation mit Arbeit und Leben Sachsen an sechs verschiedenen Standorten durchgeführt.
Im Rahmen des Modellprojektes soll auf Basis von vorhandenen Ansätzen und auf Grundlage der Erfahrung aus 200 selbst durchgeführten Kursen ein Curriculum zur sprachlichen und kulturellen Erstorientierung entwickelt werden. Außerdem sollen niedrigschwellige Selbstlernmaterialien entwickelt werden, die die Inhalte der Sprachwerkstatt, der kulturellen Erstorientierung und Hinweise zu Möglichkeiten kostenlosen (mobilen oder internetgestützten) Selbstlernens enthalten. In den 30 Stunden des einwöchigen Kurses absolvieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Sprachwerkstatt, die von Deutschdozenten gegeben wird. Im zweiten Teil geben Kulturmittler mit Migrationshintergrund den Teilnehmenden das wichtigste Orientierungswissen, vermitteln grundlegende Werte und wichtige Informationen zum Zusammenleben in Deutschland. Die Universität Leipzig flankiert das Projekt mit einer begleitenden Evaluierung.
In einem ersten Expertenworkshop brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Informationen ein, die aus Sicht ihrer Institution wichtig für eine gute Orientierung für die Zeiten der Erstaufnahme und nach der Zuweisung in die Kommunen sind (wichtige Verfahrensabläufe, relevante Akteure, Informationen zu Gepflogenheiten etc.), gaben Hinweise, welche Grundwerte aus einer präventiven Perspektive heraus wie zu vermitteln sind und verwiesen auf vorhandene Materialien und Ansätze. Die Workshopergebnisse werden über die Orientierungskurse hinaus in die Weiterentwicklung der Broschüre „Orientierungshilfe für Asylsuchende“ eingehen.

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