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30.12.2015, 11:00 Uhr

Neue Perspektive für Translationszentrum für Regenerative Medizin

Freistaat fördert Leipziger Einrichtung mit einer Million Euro pro Jahr

Eine gute Nachricht zum Jahresende: Das Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) der Universität Leipzig wird weitergeführt. Nach dem Auslaufen der Bundesförderung wollen der Freistaat Sachsen und die Universität das Zentrum als sächsischen Inkubator für die klinische Translation etablieren. Ergebnisse klinischer Forschung sollen dadurch möglichst schnell Patienten zugute kommen. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst steuert dafür in den kommenden drei Jahren einen Sockelbetrag von je einer Million Euro bei. Zudem sollen neue Drittmittelprojekte eingeworben werden. Die inhaltlichen Schwerpunkte bilden die Bereiche Herzmedizin, Binde-/Stützgewebe und Leber.

Wissenschaftsministern Dr. Eva-Maria Stange erklärt: „Ich bin sehr froh, dass wir eine Lösung für den Fortbestand des TRM gefunden haben. Wir haben immer erklärt, dass auch nach dem Ausstieg des Bundes aus der Förderung dem Freistaat Sachsen sehr am Erhalt wesentlicher Teile des TRM mit den dafür erforderlichen Arbeitsplätzen gelegen ist. Nun können die erfolgreichen Forschungsprojekte weitergeführt werden. Die regenerative Medizin unter Einschluss des TRM bildet derzeit und wird somit auch zukünftig einen der wesentlichen Schwerpunkte der Universitätsmedizin Leipzig darstellen. Die Erkenntnisse vor allem im Bereich Herz, Leber und Gelenke/Knorpel sollen in die klinische Anwendung im Interesse der Patienten und Unternehmen – wie etwa der Medizintechnik – übertragen werden. Das Wissenschaftsministerium unterstützt die Universität Leipzig bei dieser Zielsetzung.“

„Nachdem das Bundesforschungsministerium im Frühjahr dieses Jahres das Ende der Förderung bekanntgegeben hatte, war es ein hartes Stück Arbeit, das TRM zukunftsfähig zu machen“, sagt Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig. „Am Ende dieses turbulenten Jahres konnten wir mit unserem Konzept zum Glück die Landesregierung überzeugen. Dem SMWK gilt mein großer Dank für die intensive Begleitung und Unterstützung. Nun haben wir die notwendige Basis, mit der zum einen bisherige Translationsprojekte weitergeführt, aber auch neue Drittmittelprojekte unter das Dach des TRM aufgenommen werden können.“ Sie sei stolz auf das TRM-Leitungsteam, ergänzte die Rektorin. „Die beteiligten Kolleginnen und Kollegen haben der Universität diese Entwicklungschance mit einem unermüdlichen Einsatz erkämpft.“

„Ich bin sehr erleichtert, dass wir sowohl das Wissenschafts- als auch das Finanzministerium von dem sehr hohen Wert der hervorragenden Leipziger Infrastruktur für die klinische Translation und von unserem auf fokussierten Forschungsschwerpunkten ruhenden Nachhaltigkeitskonzept überzeugen konnten“, erklärt Prof. Dr. Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung. Das TRM biete in räumlicher Konzentration „eine technologisch sehr attraktive Forschungsinfrastruktur“ und optimale Bedingungen für „eine Kooperation ganz neuer Qualität der Universität Leipzig mit dem Herzzentrum Leipzig“. Vor allem die Vernetzung von Hochschulbereich, Universitätsmedizin (Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Leipzig) und Herzzentrum Leipzig (in Trägerschaft der HELIOS Kliniken GmbH) stelle einen wichtigen Aspekt des Nachhaltigkeitskonzepts des TRM dar.

Die Details der TRM-Verstetigung stimmen das Wissenschaftsministerium und die Universität Leipzig zu Beginn des neuen Jahres im Rahmen einer Sonderzielvereinbarung ab. „Mit der Landesförderung, einem Eigenanteil der Universität und bereits bewilligten Drittmitteln können wir das Kernpersonal halten und darüber hinaus weitere Wissenschaftler einbinden“, sagt Prorektor Schwarz. Aktuell habe das TRM 42 Beschäftigte, darunter 23 Wissenschaftler. Zielgröße für die nächsten Jahre sei ein wissenschaftlicher Betrieb mit mehr als 100 Personen.

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