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21.02.2014, 12:01 Uhr

Kunstministerium beendet Vertrag von Serge Dorny für die Semperoper Dresden

Mit sofortiger Wirkung hat die Sächsische Kunstministerin Sabine von Schorlemer heute die vertraglichen Verbindungen zu Serge Dorny beendet. Serge Dorny hatte im September 2013 einen Vertrag für die Intendanz der Sächsischen Staatsoper Dresden unterschrieben und war seit diesem Zeitpunkt beauftragt, die kommenden Spielzeiten ab der Saison 2014/15 vorzubereiten. Sein Amtsantritt als Intendant wäre am 01.09.2014 gewesen.

„Ich bedauere es außerordentlich, dass wir uns zu diesem Schritt entscheiden mussten“, erklärt Kunstministerin Sabine von Schorlemer in Dresden. „Die künstlerischen Qualitäten von Serge Dorny sind unbestritten. Ihm war es in der Vergangenheit gelungen, das Opernhaus in Lyon künstlerisch weit voranzubringen und als einen ernsthaften Konkurrenten zur Oper in Paris zu profilieren.

Nach einer überzeugenden Präsentation seiner Person und seiner Vorstellungen vor einer hochkarätigen Findungskommission waren wir der festen Ansicht, mit Serge Dorny den richtigen Kandidaten für die Intendanz der Semperoper in Dresden gefunden zu haben.

Umso bedauerlicher ist es, dass Serge Dorny entgegen seinen Zusagen in den vergangenen Monaten leider kein Klima des gedeihlichen und vertrauensvollen Miteinanders mit den Mitarbeitern, sowohl in den künstlerischen als auch in den administrativen Bereichen der Oper, etablieren konnte. Vorhandenes und entgegengebrachtes Vertrauen von allen Beteiligten hat er in kürzester Zeit verspielt. Zu unserer großen Enttäuschung hat er den Erwartungen, die wir in ihn gesetzt hatten, nicht entsprochen“, stellt die Kunstministerin mit Betroffenheit fest. „Um Schaden von der Oper im In- und Ausland abzuwenden, sehen wir zu einer sofortigen Kündigung keine Alternative mehr.“

Es muss konstatiert werden, dass augenscheinlich sehr unterschiedliche Vorstellungen über die notwendige Kultur zur Führung eines großen europäischen Opernhauses existieren.

Serge Dorny wurde während der Vertragsverhandlungen umfassend über die Situation in der Sächsischen Staatsoper und über bestehende Rechte, etwa der Staatskapelle und Dritter informiert. Trotzdem wurde in den vergangenen Monaten seiner Tätigkeit deutlich, dass Herr Dorny nicht bereit war, sich auf die vorliegenden Bedingungen einzulassen und die Entscheidungsprozesse an einem großen Repertoiretheater zu akzeptieren. Entscheidungen wurden unangemessen kommuniziert, die Verantwortlichen nicht eingebunden und der Betriebsfrieden dadurch nachhaltig gestört. Im Bemühen, Serge Dorny einen guten Start in Dresden zu ermöglichen, hat auch das Staatsministerium mehrfach Lösungen erarbeitet und angeboten, diesen Prozess zu moderieren. Die entscheidenden Mitarbeiter der Oper waren dazu bereit. Diese Angebote wurden jedoch mehrfach von Herrn Dorny ausgeschlagen und führten leider nur zu einer unangemessenen Kommunikation seinerseits.

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