Jugendministerin Christine Clauß beim 1. Tag der sächsischen Produktionsschulen in Moritzburg

12.06.2013, 10:45 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

»Gute Angebote im Rahmen der Jugendberufshilfe, im Übergang Schule – Beruf sind kaum denkbar, ohne sich mit den Lebenswelten der jungen Menschen auseinanderzusetzen. Ein hohes Maß an Empathie im Umgang ist Grundvoraussetzung. Gute Angebote sind aber ebenfalls kaum denkbar, wenn diese sich nicht an den Bedarfen des Arbeitsmarktes orientieren«, sagte Sozialministerin Christine Clauß anlässlich des 1. Tages der sächsischen Produktionsschulen in Moritzburg.

Dem Freistaat Sachsen ist es mit seinem ESF-Programm seit 2008 gelungen, die Landschaft der Jugendberufshilfe um das erfolgreiche Modell der Produktionsschulen zu erweitern. Produktionsschulen arbeiten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und bereiten benachteiligte junge Menschen auf den Start in eine Ausbildung oder in das Erwerbsleben vor. Dies geschieht mittels der motivierenden Verbindung von Arbeiten und Lernen sowie sozialpädagogischer Begleitung.

In Sachsen gibt es mittlerweile 10 ESF-geförderte Produktionsschulen. Am heutigen Tag präsentieren sich diese Einrichtungen erstmals gemeinsam einer breiten Öffentlichkeit und treten in einen gemeinsamen Austausch, welcher auch die jungen Menschen selbst mit einbezieht. Die Produktionsschulen treffen sich für einen Tag am Standort Moritzburg gemeinsam mit ihren Jugendlichen und haben alle ein geladen, die am Thema der Integration von benachteiligten jungen Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt beteiligt sind.

Das Ziel ist, die erfolgreiche Arbeit der Produktionsschulen in Sachsen aufzuzeigen, den Gedanken der Produktionsschulen weiter zu entwickeln und bekannt zu machen. Desweiteren ist es Anliegen, die jungen Leute in den Produktionsschulen zu einem Austausch zu bringen, sie globaler denken zu lassen und für ihren weiteren Weg zu motivieren. Davon kann sich auch die zuständige Jugendministerin ein Bild machen.

Gleichzeitig wird durch die Ministerin eine Broschüre zu den sächsischen Produktionsschulen als ein Produkt der Evaluation der (Fach-)Öffentlichkeit übergeben. Damit sollen besonders die Vertreter der sächsischen Wirtschaft für die Zielgruppe der Produktionsschüler sensibilisiert werden, um einerseits Anknüpfungspunkte zu den jungen Leuten zu geben und andererseits mit der Anwerbung in ihre Betriebe einem Mangel an Auszubildenden entgegenzuwirken.


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Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

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