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21.03.2013, 11:15 Uhr

Ein dreifaches Horrido auf Schloss Hubertusburg

Bauliche Fertigstellung der Ausstellungsräume und Enthüllung des „Friedensfensters“

Eine der größten Schlossanlagen Sachsens steht ganz im Zeichen des 250-jährigen Jubiläums des Friedenschlusses von Hubertusburg. Im Jahre 1763 wurden auf Schloss Hubertusburg die historisch bedeutsamen Friedensverträge unterzeichnet und damit der Siebenjährige Krieg beendet. Die feierliche Eröffnung des Festjahrs erfolgte bereits im Februar mit einem ökumenischen Gottesdienst und der Präsentation der Sonderbriefmarke „250 Jahre Frieden von Hubertusburg“.

Heute wurden zum ersten Mal die vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) instand gesetzten Räume für die Sonderausstellung „Die königliche Jagdresidenz Hubertusburg und der Frieden von 1763“ vorgestellt. Vom 28. April bis 5. Oktober 2013 wird die Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit zahlreichen Exponaten die höfische Prachtentfaltung unter August III., die Geschichte der Parforcejagd in Sachsen, den Siebenjährigen Krieg und den Hubertusburger Frieden thematisieren.

In enger Zusammenarbeit mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist eine Ausstellung entstanden, die einen eindringlichen Kontrast zwischen den prunkvollen Ausstellungsstücken aus dem Zeitalter August des Starken und seines Sohnes und der morbiden und verletzten baulichen Hülle in ihren historischen Dimensionen darstellt. Die Verbindung von Objekt, historischer Darstellung und Architektur schafft so ein bewegendes Ensemble.

Insgesamt umfasst die Sonderausstellung eine Fläche von 430 qm in der Belletage des Schlosses. Der Freistaat Sachsen investierte rund 1 Million Euro in die baulichen Maßnahmen für die Sonderausstellung. Der zentrale Zugang zur Ausstellung erfolgt durch das Foyer über das auch die Kapelle besichtigt werden kann.

Parallel zu den Baumaßnahmen für die Sonderausstellung wurden auch die Vergoldung der Spiegel im Ovalsaal und die Sanierung der Königsloge durchgeführt. Ein besonderer Glücksfall ist, dass während der Sanierung der Königsloge Faserreste der alten Bespannung entdeckt wurden. Dieser Fund ermöglichte eine Rekonstruktion der historischen Originalbespannung.

Neben der Sonderausstellung hat der Freistaat Sachsen einen dauerhaften Gedenkort für die historische Bedeutung des Friedens von 1763 im westlichen Rundflügel geschaffen. Das „Friedensfenster“ wurde heute feierlich von Staatsminister Unland in Anwesenheit von Mitgliedern des Freundeskreises Schloss Hubertusburg enthüllt. Eine stark vergrößerte Reproduktion der originalen Handschrift des Vertrages ist als visuelles Schlüsselmotiv im oberen Bereich des Fensters angebracht. Die Informationen und Teile der Übersetzung des Vertrages befinden sich in Augenhöhe und enthalten eine Kurzbeschreibung zum Friedensschluss in Deutsch und Englisch sowie eine vertiefende Darstellung des Siebenjährigen Krieges als ersten globalen Konflikt.

Da es für die Friedensverhandlungen im geplünderten Schlosshauptgebäude im Winter 1762/63 zu kalt war, wurden die Verhandlungen zwischen Sachsen, Österreich und Preußen im westlichen Rundflügel der Anlage geführt. An dieser Stelle wird das Gedenkfenster an den Friedensschluss erinnern.

Zur Historie:
Die Schlossanlage Hubertusburg wurde von 1721 bis 1724 von Johann Christoph Naumann erbaut. Sie sollte als neues Schloss für den Sohn und späteren Thronfolger August des Starken dienen. Als Jagdschloss nach dem Schutzpatron der Jagd, Sankt Hubertus, benannt, wurde die Anlage 1736 durch Johann Christoph Knöffel umgebaut und diente als zweite Residenz des Sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August III. Seitdem ist Hubertusburg ein markantes Zeugnis des Sächsischen Barock, das zu den wichtigsten Jagdschlossanlagen der europäischen Barockkultur zählt.

Insgesamt hat der Freistaat Sachsen seit 1991 rund 90 Mio. Euro in die historisch bedeutsame Schlossanlage Hubertusburg investiert. Wichtigste Einzelmaßnahmen sind die Investitionen in die Zentralwerkstatt zur Erhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut (ca. 30 Mio. Euro) und das Fachkrankenhaus Hubertusburg (ca. 26 Mio. Euro). Seit den 90er Jahren wurden zudem umfangreichen Maßnahmen zur Dachsanierung (13,7 Mio. Euro) und zum Ausbau der Infrastruktur (5,3 Mio. Euro) durchgeführt. Im Schlosshauptgebäude wurden in der Vergangenheit zahlreiche Maßnahmen (ca. 2 Mio. Euro) zur Sanierung der Kapelle, der Königsloge und des Ovalsaals durchgeführt.

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