Wie weit wir schon gekommen sind!
07.03.2013, 17:16 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
8. März 2013 - Internationaler Frauentag
»Wir haben bei der Gleichstellung von Frau und Mann in den letzten Jahren und Jahrzehnten viel erreicht. Frauen üben eher männertypische Berufe aus und Männer auch vermeintlich frauentypische Berufe. Frauen behaupten sich in dieser Welt und es gibt kaum noch Themen, die als Frauenthemen bezeichnet werden können. Die meisten drängenden Fragen unserer Zeit gehen uns alle an: Männer und Frauen«, sagte Staatsministerin Christine Clauß anlässlich des 102. Internationalen Frauentages.
Traditionell lädt die Ministerin am Samstag nach dem Frauentag zu einer Festveranstaltung in den Sächsischen Landtag. Thema dieses Jahr: »Frauen in der Medizin«. Damit bedankt sich die Ministerin bei Frauen, die Gesundheits- und Pflegeberufe ausüben. Als Gäste der Veranstaltung werden neben vielen Beschäftigten des Gesundheitswesens auch die Honorarkonsulin des Königreichs Schweden, Petra Löschke, die Kabarettistin Annekatrin Michler und der Präsident der Sächsischen Apothekerkammer und der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Friedemann Schmidt, der auch die Festrede hält, erwartet. »Das ist für mich gelebte Gleichstellung, dass dieses Jahr ein Mann die Festrede für uns Frauen hält«, so die Ministerin.
Gleichwohl gibt es noch viele Themen, die an Aktualität nichts verloren haben: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die immer noch ungleiche Bezahlung und Gewalt gegen Frauen sind nur einige Beispiele. Der Freistaat Sachsen setzt sich sehr intensiv mit diesen Themen auseinander. Um nachhaltige und für alle tragbare Lösungen zu finden, hat der Freistaat Sachsen den Gleichstellungsbeirat gegründet, der sich bewusst aus Männern und Frauen zusammensetzt.
Staatsministerin Christine Clauß: »Gerade an diesem Tag denken wir auch an die Frauen, denen es noch nicht so gut geht wie uns: Frauen in Kriegsgebieten, Frauen in Indien, die in der Öffentlichkeit Gewalt erfahren, Frauen in vielen anderen Ländern, die nicht frei sagen können, was sie denken, die oft um Selbstverständliches einen harten Kampf führen müssen. Hierfür sind beide Geschlechter in den Blick zu nehmen, sowohl weibliche als auch männliche Rollenstereotype müssen überwunden werden, um die Gleichstellung insgesamt voranzutreiben.«