Sensornetz zur Optimierung von Produktionsprozessen

27.12.2012, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Transnationale Nachwuchsforschergruppe der TU Chemnitz und der WSH Zwickau erhält ESF-Förderung

An der TU Chemnitz und der Westsächsischen Hochschule Zwickau wird ab dem 01. Januar 2013 ein neues Forschungsprojekt auf dem Gebiet der energieeffizienten Produktionsprozesse anlaufen. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst fördert die zweijährige Nachwuchsforschergruppe mit etwa einer Million Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen. Unter dem Titel „Autarke Intelligente Sensornetze in der Produktion“ forschen die beiden sächsischen Hochschulen mit Partneruniversitäten in Italien und Spanien. Die interdisziplinäre Forschergruppe umfasst Nachwuchswissenschaftler aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik.

„Als traditionelles Standbein der sächsischen Industrie kann der Maschinen- und Anlagenbau durch die Arbeit der Nachwuchsforschergruppe an der TU Chemnitz und der WSH Zwickau einen bedeutenden Standortvorteil erreichen. Sachsens Industrie braucht auch in Zukunft Spitzenforschung und hochqualifizierte Fachkräfte, um sich im nationalen und internationalen Umfeld zu behaupten“, erklärt die Sächsische Wissenschaftsministerin, Sabine von Schorlemer.

Das ESF-Projekt befasst sich mit der Realisierung eines Sensornetzes zur Optimierung der Produktionsprozesse an Maschinen und Anlagen. Dafür werden Sensorknoten entwickelt, welche den Zustand von Anlagen überwachen und drahtlos kommunizieren. Diese formen ein intelligentes Sensornetz, aus dem sich ein für die Industrie nutzbarer Informationsvorsprung über den Zustand des Produktionsvorgangs ergibt.

Zum Erreichen der Ziele setzt die Forschergruppe auf eine enge transnationale Zusammenarbeit. Bei den transnationalen Projektpartnern handelt es sich um die Polytechnische Universität Katalonien in Barcelona (Spanien) und die Universität Salento in Lecce (Italien). Mithilfe von vier Workshops soll der Wissensaustausch zwischen den transnationalen Projektpartnern erleichtert werden. Um die Verbindung zwischen Forschung und Anwendung zu gewahren, wird ein starker Bezug zur Industrie hergestellt. Dadurch werden die Nachwuchswissenschaftler in die Strukturen der sächsischen Forschungs- und Entwicklungslandschaft eingeführt.

In der EU-Förderperiode 2007-2013 stellt der Freistaat Sachsen insgesamt über die ESF-Richtlinie Hochschule und Forschung des SMWK den sächsischen Hochschulen und der Staatlichen Berufsakademie Sachsen rund 170 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes zur Verfügung. Davon werden rund 85 Millionen Euro für die Förderung von Nachwuchsforschergruppen verwendet. Ziel der Nachwuchsförderung ist hierbei insbesondere der Transfer von Wissen und Technologie zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, um wissenschaftliche Erkenntnisse möglichst schnell in die Praxis zu überführen und die sächsische Wirtschaft frühzeitig auf den steigenden Bedarf an Fachkräften einzustellen.

Koordinationsstelle:

Prof. Dr.-Ing. O. Kanoun
Lehrstuhl für Mess- und Sensortechnik
Fakultät für Elektro- und Informationstechnik Technische Universität Chemnitz
D- 09107 Chemnitz
Tel: +49-371- 531 – 36931
Fax: +49-371- 531 – 836931
Email: kanoun@ieee.org
URL: http://www.tu-chemnitz.de/etit/messtech/


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Pressesprecher Falk Lange
Telefon: +49 351 564 60200
E-Mail: falk.lange@smwk.sachsen.de
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