Schulen erhalten Qualitätssiegel für gute Berufsorientierung
03.12.2012, 13:12 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Vier Förderschulen, vier Mittelschulen und ein Gymnasium von Kultusministerin Kurth mit Qualitätssiegel ausgezeichnet
Neun Schulen haben heute (3. Dezember 2012) von Kultusministerin Brunhild Kurth das Qualitätssiegel für sehr gute Berufs- und Studienorientierung verliehen bekommen. "Die ausgezeichneten Schulen und deren Lehrer begleiten ihre Schüler in vorbildlicher Art und Weise auf dem Weg ins Berufsleben", so die Ministerin bei der feierlichen Übergabe in Leipzig. Das Qualitätssiegel wird bereits zum sechsten Mal verliehen. Zu den jetzt Ausgezeichneten gehören vier Förderschulen, vier Mittelschulen und ein Gymnasium. „Ich freue mich ganz besonders, dass hier sechs Schulen ihr Siegel erfolgreich verteidigt haben. Das zeigt die Kontinuität und hohe Qualität der Berufsorientierung in Sachsen, die immer weiter Schule macht“, betonte Kurth. Insgesamt tragen nun 69 Schulen (53 Mittelschulen, 10 Förderschulen, 6 Gymnasien) dieses Zertifikat, welches fünf Jahre seine Gültigkeit behält. Nach dieser Frist müssen sich die Schulen um eine neue Zertifizierung bewerben.
Schülerfirmen, Praxistage, intensive Zusammenarbeit mit Unternehmen, Ganztagsangebote und vieles mehr: das sind Merkmale, die Schulen auf dem Gebiet der Berufs- und Studienorientierung zu "ausgezeichneten" Schulen mit dem Qualitätssiegel machen. „Ganz besonders freue ich mich über die Förderschulen und deren Erfolge. Sie finden in der Öffentlichkeit leider zu wenig Beachtung, dabei wird gerade hier von den Lehrern eine herausragende Arbeit geleistet“, erklärte Kurth. Die Kultusministerin machte zudem deutlich, dass eine gute und frühe Vorbereitung der Schüler auf den Beruf ohne Unterstützung der Wirtschaft und dem Elternhaus nicht möglich wäre.
Neben der Auszeichnung der Schulen präsentierte die Kultusministerin gemeinsam mit der Geschäftsführerin der Regionaldirektion Sachsen von der Bundesagentur für Arbeit, Jutta Cordt, im Leipziger Rathaus die „Bausteine-CD!“: Sie soll als Arbeitshilfe bei der Entwicklung und Umsetzung der schulischen Konzepte helfen. Sie gibt Lehrkräften, Berufsberatern, Eltern und allen weiteren Partnern eine inhaltliche Orientierungsgrundlage. Entwickelt wurde die CD von der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen und dem Kultusministerium.
Schulen, die sich um das Qualitätssiegel bewerben, müssen zunächst einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie ihr Konzept zur Berufs- und Studienorientierung vorlegen. In einem zweiten Schritt kommen Vertreter von Unternehmen, Verbänden und Kammern, aus den Schüler- bzw. Elternräten sowie von den Arbeitsagenturen und der Sächsischen Bildungsagentur aus der Region in die Schule und überzeugen sich vor Ort von der Qualität der geleisteten Arbeit. Bewertet werden unter anderem der Umfang der ökonomischen Bildung, die Praxiserfahrungen, das Angebot und die Qualität von Kooperationen mit außerschulischen Partnern sowie die Qualifikation und das Fortbildungsengagement der Lehrkräfte.
Weitere Informationen sind abrufbar unter: www.sachsen-macht-schule.de/qualisiegel
Liste der ausgezeichneten Schulen:
Regionalstellenbereich Bautzen
Schule zur Lernförderung "Nikolaus Kopernikus" Hoyerswerda (2008 – 2017)
Schule zur Lernförderung Radeberg (2008 – 2017)
Regionalstellenbereich Chemnitz
Mittelschule „Geschwister Scholl“ Schönheide (2013 – 2017)
Förderzentrum "Käthe Kollwitz" Freiberg, Schule zur Lernförderung (2008 – 2017)
Landkreis-Gymnasium St. Annen, Annaberg-Buchholz (2008 – 2017)
Regionalstellenbereich Dresden
Förderschulzentrum "Peter Rosegger" Coswig (2008 – 2017)
1. Mittelschule Meißen – Triebischtalschule (2008 – 2017)
Regionalstellenbereich Leipzig
Mittelschule Grimma (2013 – 2017)
Regionalstellenbereich Zwickau
Humboldtschule - Mittelschule Zwickau (2013 – 2017)