»Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.« 30. Tag der Organspende am 2. Juni in Dresden
29.05.2012, 16:46 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Gemeinsame Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz und der Deutschen Stiftung Organtransplantation
»Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.« lautet das Motto der zentralen Veranstaltung zum bundesweiten Tag der Organspende am 2. Juni in Dresden. Ziel des Tages der Organspende ist es, einen Anstoß zu geben, damit mehr Menschen über das lebenswichtige Thema nachdenken und eine Entscheidung treffen – und das nun schon zum 30. Mal. Dabei steht am Tag der Organspende vor allem die Aufklärung der Bevölkerung im Mittelpunkt, die durch die politische Einigung auf eine Entscheidungslösung wichtiger ist als je zuvor.
»Organspende - das bedeutet Leben schenken«, sagt Staatsministerin Christine Clauß. »Dass wir den 30. Tag der Organspende in Dresden begehen, freut mich sehr, denn Organspende bedeutet eben auch, sich zu entscheiden; und eine Entscheidung zu treffen, setzt Aufklärung voraus. Das wollen wir an diesem 30. Tag der Organspende in Dresden erreichen.«
Laut Umfragen sind Dreiviertel der Bundesbürger bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden. Doch nur etwa 20 Prozent haben einen Organspendeausweis. Daher soll künftig jeder Versicherte regelmäßig von seiner Krankenkasse um eine Entscheidung zur Organspende gebeten werden.
Wie wichtig es ist, die Situation der Organspende zu verbessern, verdeutlicht auch Dr. Christa Wachsmuth, Geschäftsführende Ärztin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) Region Ost: »Die Situation in Deutschland könnte kaum dramatischer sein. Alle acht Stunden stirbt ein Patient auf der Warteliste – darum setzen wir uns Tag für Tag für die 12.000 todkranken Menschen auf der Warteliste ein. Der Tag der Organspende ist deshalb auch ein Symbol dafür, wie viel man erreichen kann, wenn alle an einem Strang ziehen und das Thema gemeinsam unterstützen.«
Wie es sich anfühlt, täglich auf ein rettendes Organ zu warten, diese Erfahrung hat die 50-jährige Kerstin Schmitz gemacht. Sie hat vor vier Jahren ein Herz bekommen: »Für mich gab es keine Alternative: entweder die Transplantation oder der Tod. Heute kann ich wieder Sport treiben und für meine Kinder da sein. Ich bin sehr dankbar für das geschenkte Organ und engagiere mich deshalb im Bundesverband der Organtransplantierten in Sachsen. Ich habe den Wunsch, unser Anliegen weit über die Landesgrenze hinaus zu tragen.«
Für mehr Öffentlichkeit setzte sich auch Siegfried Bäumel, Vorsitzender der Hilfsgemeinschaft der Dialysepatienten und Transplantierten Regensburg/Straubing, ein, als er den Tag vor 30 Jahren erstmals ins Leben rief. »Ich fühlte mich als erfolgreich Nierentransplantierter verpflichtet, dem lebenswichtigen Thema mehr Öffentlichkeit zu verschaffen. Für mich ist eine Organspende nicht nur eine Gabe, sondern eine Aufgabe. Deshalb begingen wir am Erntedankfest im Oktober 1983 den ersten Tag der Organspende in der Fußgängerzone. Wir verteilten Organspendeausweise und klärten auf. Damals wurden wir noch mit vielen Vorurteilen konfrontiert, heute sind die Menschen viel offener.«
Aktive Unterstützung findet die Organspende zunehmend auch bei prominenten Künstlern wie der Band Karat. »Wir von Karat möchten dafür werben, so viele Menschen wie nur möglich davon zu überzeugen, einen Organspendeausweis auszufüllen, um zu helfen. Wir haben es getan«, erklärt Claudius Dreilich, Sänger von Karat.
Die zentrale Veranstaltung zum 30. Tag der Organspende am 2. Juni beginnt mit einem ökumenischen Dankgottesdienst in der Kreuzkirche unter der Motto »Damit sie das Leben haben«. Der Canzonetta-Kammerchor Leipzig sorgt für die musikalische Untermalung des Gottesdienstes.
Auf dem »Marktplatz fürs Leben« erwartet den Besucher ein informatives und unterhaltsames Programm. Bei Gesprächen mit Experten und Betroffenen, begehbaren Organmodellen und bei vielen Aktionen können sich Interessierte rundum informieren und die verschiedenen Aspekte der Organspende kennenlernen. Unterhaltung bietet das Bühnenprogramm mit dem ARD-Moderator Dennis Wilms und Henriette Schmidt von MDR 1 Radio Sachsen. Bekannte Musiker wie Karat, die Queen-Cover-Band MerQury und Mckinley Black machen auf das Thema aufmerksam.
Die Veranstalter in Dresden sind die Deutsche Stiftung Organtransplantation, die Stiftung FÜRS LEBEN, die Selbsthilfeverbände Bundesverband Niere, Bundesverband der Organtransplantierten, Lebertransplantierte Deutschland, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche Transplantationsgesellschaft sowie TransDia.
Die Bühnenveranstaltung zum Tag der Organspende wird präsentiert mit der freundlichen Unterstützung des MDR 1 Radio Sachsen. Auch in diesem Jahr unterstützt die Ströer deutsche Städtemedien die Veranstaltung zum Tag der Organspende mit einer Großflächenkampagne in Dresden.
Weitere Infos zur Veranstaltung unter www.fuers-leben.de oder auf www.facebook.com/FuersLebenFuerOrganspende
Deutsche Stiftung Organtransplantation
Birgit Blome, Bereichsleiterin Kommunikation
Nadine Körner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutschherrnufer 52, 60594 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 677 328 9400 oder -9411, Fax: +49 69 677 328 9409,
E-Mail: presse@dso.de, Internet: www.dso.de, www.fuers-leben.de