„Theoria cum praxi“: 20 Jahre IOM Leipzig und Einweihung des Nanoanalytikums LenA
02.05.2012, 15:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sachsens Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer gratuliert
Grundlagenforschung mit der Praxis erfolgreich verknüpfen, dies gelingt dem Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM) nun seit 20 Jahren. Die Einladung zur heutigen Festveranstaltung verband das IOM mit der Einweihung des Leipziger Nanoanalytikums, kurz LenA. Viele Gäste sind der Einladung gefolgt, darunter Gratulanten der Leibniz-Gemeinschaft, der Universität Leipzig wie auch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer.
Das IOM und die Einweihung des Neubaus sind Ausdruck einer Erfolgsgeschichte. „In erster Linie einer Erfolgsgeschichte des Instituts, das mit seiner hervorragenden Arbeit überzeugt und die Entscheidung der Mittelgeber für den Neubau fundiert hat“, so die sächsische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer. Mit LenA – aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen gefördert – ist eine technologische Plattform für anwendungsorientierte Materialforschung entstanden, die den Forschungs- und Entwicklungsstandort Leipzig weiter stärkt. Die im Zentrum stehende hochauflösende Transmissionselektronenspektrokopie soll nicht nur den Mitarbeitern des IOM hervorragende Arbeitsmöglichkeiten bieten, sondern auch für neue Impulse im Forschungsbereich sorgen.
Beeindruckend ist nicht nur das Forschungsgebiet selbst, sondern auch die Entwicklung des IOM. Ein Blick zurück: 1992, auf Empfehlung des Wissenschaftsrates hin, startete es als vergleichsweise kleine Einrichtung. Hervorgegangen ist es aus zwei Arbeitsgruppen am ehemaligen Zentralinstitut für Isotopen- und Strahlenforschung der Akademie der Wissenschaften der DDR. Bund und Land haben im Dezember 1991 beschlossen das Institut für Oberflächenmodifizierung künftig gemeinsam zu fördern. „Seither hat sich das IOM seinen festen Platz in der sächsischen Wissenschaftslandschaft erarbeitet“, wie die Wissenschaftsministerin resümiert, und gerade auch mit der Universität Leipzig ist das IOM eng verbunden. Dass sein Wirkungskreis aber weit über die Region hinausreicht, zeigen die Kooperationen mit Forschungseinrichtungen aus dem In- und Ausland. Die Stärke des Instituts liegt in seiner herausragenden Kompetenz auf dem Gebiet der Oberflächenbearbeitung – das macht es zu einem überaus geschätzten Partner der Industrie.
Weiterentwicklung großschreiben gilt auch für die Nachwuchsförderung. Das IOM betreute 28 Doktoranden und 6 Auszubildende. „Eine für die Größe des Instituts sehr beachtliche Zahl“, stellt Sabine von Schorlemer heraus. Mit heute circa 150 Beschäftigten hat sich Mitarbeiterzahl seit der Gründung mehr als verdoppelt. Wachstumsstärke, die zusätzlichen Platz durch neue Gebäude nötig macht. Der Freistaat ist stolz auf die Stärke seiner erfolgreichen Forschungseinrichtungen und so teilt die Wissenschaftsministerin die Freude des Vorstandes und der Mitarbeiter des IOM, ein weiteres Gebäude einweihen zu können: das Leipziger Nanoanalytikum LenA.