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23.02.2012, 15:11 Uhr

Kostentreiber beim Strompreis sind der Netzausbau und die EEG-Umlage

Sächsischer Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) zum Koalitionsbeschluss EEG

„Um den unverhältnismäßigen Zubau von Photovoltaikanlagen und damit eine Kostenbelastung des Strompreises für Haushalts- und Industriekunden zu vermeiden, ist eine zusätzliche Absenkung der Vergütung für neu installierte Anlagen unausweichlich“, so der Minister.
Allein 2011 betrug der Zubau installierter PV-Leistung 7500 Megawatt (MW) und damit mehr als doppelt so viel wie geplant. Mit den Planzahlen wäre eine relative Konstanz der EEG-Umlage möglich gewesen. Das EEG müssen einerseits klare Investitionsbedingungen und Planungssicherheit für die Solarindustrie bieten und andererseits helfen, die Kosten für die Stromverbraucher zu begrenzen. Der Zielkorridor für die neu installierte Leistung bleibe für die Jahre 2012 und 2013 mit 2.500 bis 3.000 MW unverändert. „Ich begrüße die Entscheidung, das Marktvolumen konstant zu halten. Damit bleibt den Herstellern eine böse Überraschung erspart“, so Morlok.
Mit der monatlichen Absenkung der Einspeisevergütung um 0,15 ct/kWh greift die Bundesregierung eine sächsische Anregung aus dem Jahr 2010 auf. Morlok dazu: „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigt die sächsische Photovoltaikindustrie verlässliche Rahmenbedingungen. Ich freue mich, dass durch diese Regelung Planungssicherheit für Investoren und Hersteller geschaffen wird. Das schafft Verlässlichkeit und beruhigt den Markt.“
Zur weiteren Verbreitung der regenerativen Energien sind zusätzliche Speicherkapazitäten erforderlich. Darum begrüßt Minister Morlok auch die Befreiung der Energiespeicher von der EEG-Umlage ausdrücklich.
Die verstärkte Eigennutzung des regenerativ erzeugten Stroms entlastet die Netze. Die Abschaffung des Eigenverbrauchsbonus solle daher noch einmal überdacht werden, so der Minister.

Hintergrund:
Noch 2004 kamen über zwei Drittel der Photovoltaiksysteme aus Deutschland. Heute beträgt der Anteil in Deutschland produzierter Module am deutschen Markt etwa noch 25 Prozent. 70 Prozent der installierten Module kommen aus China.

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