Grünes Licht für Bauprojekte an Bundesstraßen und Autobahnen in Sachsen
17.02.2012, 10:04 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Sachsen kann grünes Licht für eine Vielzahl von Baumaßnahmen an sächsischen Fernverkehrswegen geben. Insgesamt stehen für den Bau und Erhalt von sächsischen Bundesstraßen und Autobahnen im Bundeshaushalt rund eine viertel Milliarde Euro zur Verfügung.
„Oberste Priorität hat für uns die Fertigstellung des Autobahnabschnitts der A 72 von Rochlitz bis Borna. Hier sind wir zuversichtlich, in diesem Jahr fertig zu werden“, so der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP). Auch der Start von baulichen Lärmschutzmaßnahmen an der A 72 in Borna ist in 2012 vorgesehen, sobald Baurecht besteht.
Morlok: „Den zweiten Investitionsschwerpunkt bildet die B 178. Hier gehen wir davon aus, dass wir 2013 die Ortsumfahrung Herrnhut für den Verkehr freigeben können. Ich freue mich, dass wir mit dem Bau des Knotens B 169 / S 299 westlich Rodewisch nun den ersten Bauabschnitt der Göltzschtalumfahrung starten können. Damit erreichen wir zukünftig eine deutliche Entlastung der anliegenden Städte sowie eine bessere Anbindung an die A 72.“
„Auch den Ausbau der B 174 Chemnitz-Gornau können wir nun beschleunigen“, so Morlok. Zudem wird die Ortsumfahrung Großenhain in diesem Frühjahr und der 2. Bauabschnitt der B 169 von Riesa bis zur B 6 voraussichtlich in diesem Jahr fertiggestellt und die Westtangente der B 96 bei Bautzen (erwartete Fertigstellung 2013) weitergeführt.
Die Erneuerung der A 4 zwischen dem AD Nossen und der AS Berbersdorf und des Knotens der B 180 in Burkhardtsdorf können begonnen werden. Der 6-spurige Ausbau der A 14 von Leipzig-Ost bis Leipzig-Messe wird fortgeführt (erwartete Fertigstellung 2012), ebenso wie der Abschnitt der A13 zwischen der Landesgrenze Sachsen-Brandenburg und der AS Thiendorf.
Außerdem ist eine Reihe von weiteren Neuanfängen möglich. So werden der Ausbau der B 183 im Süptitzer Ortsteil von Dreiheide und der Ausbau der B 107 in Großbothen möglich.
Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln soll gleichfalls noch in diesem Jahr der Knoten am Pirnaer Sonnenstein im Zuge der B 172 und der Ausbau der B 95 südlich Ehrenfriedersdorf (Mönchsbadknoten) sowie der Ausbau der B 97 südlich von Bernsdorf begonnen werden. Auch mit dem Ausbau der B 101 Nossen OT Eula, der B101 bei Krögis und dem Ausbau der B 175 in der Ortsdurchfahrt Hartha kann gestartet werden.
Verkehrsminister Sven Morlok: „Durch die Baumaßnahmen werden sich die Verkehrsverhältnisse in Sachsen weiter deutlich verbessern. Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist eine der besten Grundlagen für sichere Arbeitsplätze und eine gute Erreichbarkeit, gerade im ländlichen Raum.“
Ein Großteil der neuen Baumaßnahmen in diesem Jahr wurde auch durch das Infrastrukturbeschleunigungsprogramm des Bundes möglich, im Rahmen dessen der Freistaat Sachsen zusätzliche 30 Millionen Euro (davon 24 Millionen Euro für den Straßenbau) erhält.