Schmallenberg-Virus bei missgebildeten Schaflämmern in Sachsen nachgewiesen

06.02.2012, 15:34 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Im Rahmen des landesweiten Monitorings wurde das Schmallenberg-Virus bei typisch missgebildeten Schaflämmern nachgewiesen. Derzeit sind im Freistaat Sachsen sieben Betriebe mit 12 Tieren in den Landesdirektionsbezirken Leipzig und Chemnitz betroffen.

Die Infektion der Muttertiere erfolgte im letzten Sommer während der aktiven Zeit der Überträger (Mücken und Gnitzen). Da das Virus je nach Zeitpunkt der Infektion Embryonen bzw. Feten schädigt, werden von infizierten Muttertieren lebensschwache bzw. missgebildete Lämmer und Kälber geboren. Als häufigste Missbildungen werden starke Verkrümmungen der Gliedmaßen (schwere Arthrogryposen), Verdrehungen des Halses (Torticollis) und sogenannte Wasserköpfe (Hydrocephalus) beschrieben.

Tierhalter, bei denen Lämmer oder Kälber mit den beschriebenen Veränderungen auftreten, werden gebeten einen Tierarzt und das zuständige Veterinäramt hinzuzuziehen.

Der Nachweis des Virus führt derzeit zu keinen tierseuchenrechtlichen Sperrmaßnahmen. Eine Übertragbarkeit auf den Menschen wird ausgeschlossen.

Weitere Informationen zum Schmallenberg-Virus und dem bundesweiten Verlauf des Geschens unter www.fli.bund.de


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Pressesprecherin Juliane Morgenroth
Telefon: +49 351 564 55055
Telefax: +49 351 564 55060
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