Bis zuletzt leben können
01.02.2012, 14:58 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
»Immer wieder bin ich tief berührt von der Lebenssituation ihrer Schützlinge, aber auch tief berührt von Ihrer aufopferungsvollen Art zu helfen. Eine Art, die geprägt ist von Fingerspitzengefühl für Grenzsituationen unseres Lebens«, sagte Clauß anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Hospizes „Villa Auguste“ in Leipzig.
Das stationäre Hospiz wurde 2002 nach einem umfangreichen Um- und Neubau mit 12 Plätzen eröffnet. Der Freistaat unterstützte damals das Projekt mit 354.000 DM Fördermittel. Möglich wurde die Eröffnung aber vor allem durch die vielen ehrenamtlichen Helfer, die seit 1993 die Hospizbewegung in Leipzig begleiten.
Nach der Friedlichen Revolution fanden sich Studenten, Ärzte, Seelsorger und Sozialarbeiter zusammen, um menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen und Angehörigen auf diesem Weg beizustehen. 1993 wurde der Hospizverein Leipzig e.V. gegründet und hat heute 256 Mitglieder. Um den Um- und Neubau der Villa Auguste ermöglichen zu können, wurde eine gemeinnützige Gesellschaft mit acht Gesellschaften gegründet, einer ist der Hospizverein Leipzig.