Förderung für Energieeffizienz in Kommunen verbessert
Kupfer: „Potentiale für Einsparungen suchen und nutzen!“
Sachsens Umweltministerium unterstützt Kommunen und Landkreise künftig noch mehr bei der Verbesserung ihrer Energieeffizienz. Für die Teilnahme am kommunalen Zertifizierungs- und Qualitätsmanagementsystem European Energy Award (EEA) gelten neue, attraktive Förderkonditionen.
„Der European Energy Award ist bei uns in Sachsen das erfolgreichste Instrument, um in den Kommunen das Bewusstsein für mehr Energieeffizienz zu schärfen. Mit seiner Hilfe gelingt es, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, zu beschließen und umzusetzen“, so Umweltminister Frank Kupfer. „Mit den neuen verbesserten Förderbedingungen werden vor allem kleine Kommunen den Energy Award mehr nutzen und auf diese Weise ihren Energieverbrauch zukunftsfähig und bezahlbar gestalten“.
Der EEA ist ein Instrument, das die Durchführung geeigneter energierelevanter kommunaler Prozesse sowie die Aufstellung von strategisch ausgerichteten Energiekonzepten unterstützt und etabliert. Er erfasst, bewertet und überprüft systematisch den Energieeinsatz in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Zudem werden Potenziale der Energieeinsparung, der Energieeffizienz und des Einsatzes erneuerbarer Energien identifiziert. Eine Untersuchung der Sächsischen Energieagentur (SAENA) hat ergeben, dass der EEA zu einer deutlich effektiveren Maßnahmeplanung und –umsetzung beiträgt. Je nach Größe der Kommune werden Investitionen in Energieeffizienz– und Energieeinsparmaßnahmen zwischen 5 000 und 180 000 Euro in den nächsten drei Jahren prognostiziert.
Derzeit nehmen am EEA in Sachsen 38 Städte und Gemeinden sowie die Landkreise Görlitz und Vogtlandkreis teil, in denen etwa 46 Prozent der sächsischen Bevölkerung leben. 14 Kommunen wurden bisher mit dem European Energy Award ausgezeichnet.
Finanzielle Unterstützung gewährt der Freistaat durch attraktive Förderprogramme, zum Beispiel über die Richtlinie Energie und Klimaschutz (EuK). Gefördert werden u.a. Investitionen in Gebäude nach Passivhausstandard, in Blockheizkraftwerke (Anlagen zur gekoppelten Strom- und Wärmeerzeugung) oder in eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung. EEA-Kommunen können zudem von einer zusätzlichen Bonusförderung von 10 Prozent profitieren. Insgesamt ist damit eine Förderung von bis zu 75 Prozent möglich.
Verbesserte Förderbedingungen sollen es vor allem den kleinen und mittleren sächsischen Städten und Gemeinden ermöglichen, trotz begrenzter Personal- und Finanzausstattung am EEA teilzunehmen und die Vorteile des EEA zu nutzen. Daneben sollen auch Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern von den verbesserten Förderkonditionen profitieren, da dort nach den bisherigen Erfahrungen aus dem hohen Spezialisierungsgrad der zahlreichen beteiligten Fachämter ein erhöhter Moderations-, Abstimmungs- und Beratungsaufwand für den Prozess resultiert.
Seit dem 07. Juli 2011 gelten folgende Verbesserungen:
• der Tagessatz für die externen Beratungsleistungen im EEA-Prozess steigt auf 600 Euro
• der Tagessatz für das externe Audit erhöht sich auf 700 Euro
• die Anzahl von Beratertagen für die externe Beratung der Kommunen durch den akkreditierten Fachexperten steigt um drei Tage für kleine sowie um zwei Tage für sehr große Kommunen, die bereits länger am EEA teilnehmen
• der Fördersatz für das Prozessmanagement langjähriger EEA-Mitgliedskommunen steigt auf 70 Prozent
Mit den höheren Tagessätzen wird dem erhöhten Aufwand der EEA-Berater Rechnung getragen. Andererseits wird damit die erforderliche Qualität beim Audit gesichert.
Als EEA-Landesgeschäftsstelle unterstützt die SAENA Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Erschließung von Energieeinsparpotentialen, bei der Verbesserung des Klimaschutzes sowie beim Auf- bzw. Ausbau einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Ansprechpartner bei der SAENA ist Björn Wagner, Telefon 0351 49103169.
Weitere Informationen bei der Sächsischen Energieagentur SAENA GmbH unter www.keds-online.de/keds-Themen/European-Energy-Award.html
