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05.07.2011, 09:55 Uhr

Jugendministerin Clauß unterstützt Kommunen: Chancengerechte Bildung als Bekenntnis des Freistaates Sachsen zur Schulsozialarbeit

Sachsens Jugendministerin Christine Clauß will die Entwicklung der Schulsozialarbeit im Freistaat strukturell wie qualitativ intensiver vorantreiben und den Akteuren bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben auch finanziell zur Seite stehen. Öffentliche und freie Träger, die diesen Leistungsbereich auf örtlicher Ebene umsetzen, sollen zusätzlich gefördert werden.

»Schulsozialarbeiter haben eine Schlüsselrolle. Sie arbeiten an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Sie gehören nicht ‚zur Schule‘. Genau an dieser Schnittstelle werden sie aber gebraucht. Ich weiß, dass die örtliche Ebene hier ebenfalls eine jugendhilfeplanerische Priorität setzt«, so Clauß.

Das Bekenntnis zur Schulsozialarbeit als einem Bereich mit hoher bildungspolitischer Priorität ist bereits im 3. Sächsischen Kinder- und Jugendbericht und im Koalitionsvertrag politisch und fachlich festgehalten. Sie soll nun auch praktisch greifbar und gefördert werden. Damit wird insbesondere den kommunalen Gebietskörperschaften, unabhängig von der derzeit laufenden Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets der Bundesregierung, zu mehr Planungssicherheit verholfen.

Im Freistaat Sachsen und in der bundesdeutschen Bildungslandschaft rückt das Thema Kooperation von Jugendhilfe und Schule gesellschafts- und bildungspolitisch vermehrt in den Vordergrund. In der systemischen und institutionellen Zusammenarbeit wird das Potential erkannt, zukünftig das Kernstück eines Gesamtsystems von Bildung, Betreuung und Erziehung zu sein. Mit dieser Erkenntnis der notwendigen Kooperation richtet sich der Blick auf die Schulsozialarbeit. Als ein Angebot der Kinder- und Jugendhilfe sind sozialpädagogische Fachkräfte kontinuierlich am Ort Schule tätig und arbeiten mit den Lehrkräften auf einer verbindlich vereinbarten und gleichberechtigten Basis zusammen. Ziel ist, junge Menschen in ihrer individuellen, sozialen, schulischen und beruflichen Entwicklung zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, Eltern und Lehrkräfte in Fragen der Erziehung und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes zu beraten und zu unterstützen sowie zu einer schülerfreundlichen Umwelt beizutragen. Hier setzt das Konzept »Chancengerechte Bildung« des Sozialministeriums zum strukturellen Ausbau von Schulsozialarbeit an.

Anträge können gestellt werden bei der zuständigen Bewilligungsbehörde, dem Kommunalen Sozialverband in Chemnitz. Das Landesjugendamt bietet hierzu fachliche Beratung und Begleitung an.

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