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18.05.2011, 10:30 Uhr

Bessere Lebensbedingungen für das Rebhuhn

Staatsminister Kupfer besucht die „Lokale Rebhuhninitiative Südraum Riesa“

Staatsminister Frank Kupfer hat heute (18. Mai 2011) die „Lokale Rebhuhninitiative Südraum Riesa“ besucht und sich über das Engagement der Beteiligten informiert. In der Initiative haben sich im Frühjahr 2011 Landwirte, Jäger und Ornithologen zusammengeschlossen, um der stark gefährdeten Tierart unter die Flügel zu greifen. „Ich freue mich über das beispielhafte Engagement in dem lokalen Bündnis“, sagte der Minister. „Wir brauchen ein Zusammenwirken aller relevanten Akteure, um das Aussterben des Rebhuhns zu verhindern. Die Initiative kann dabei mithelfen.“

Das Rebhuhn ist eine für die Agrarlandschaft typische Vogelart, die in Mitteleuropa einmal weitverbreitet war. In Sachsen sind die Bestände von mehreren tausend Brutpaaren Mitte der 90er Jahre auf derzeit maximal 400 Brutpaare zurückgegangen. Für die Rebhühner geht es jedes Jahr im Mai ums nackte Überleben. Die Hennen bebrüten ihre am Boden versteckten Gelege von 10 bis 20 Eiern oder kümmern sich bereits um ihre Küken. Für das Aufziehen ihrer Jungtiere fehlen den Rebhühnern jedoch vielerorts ausreichend Nahrung und Versteckmöglichkeiten vor Feinden.

Das will die Rebhuhninitiative in dem Rückzugsgebiet der Tiere südlich von Riesa ändern, die Lebensbedingungen sollen verbessert werden. Unter den Mitgliedern sind sechs Landwirtschaftsbetriebe, die auf 20 Hektar Ackerbrachen durch spezielle Einsaat für zusätzliche Nahrung und Deckung sorgen.

„Solche lokalen Initiativen sind eine wichtige Ergänzung für das 2009 gestartete Bodenbrüterprojekt und die Förderprogramme des Freistaates Sachsen“, sagte Minister Kupfer. In dem Bodenbrüterprojekt, das von der Vogelschutzwarte Neschwitz e. V. im Auftrag des Freistaates koordiniert wird, wurden bis heute auf 250 Hektar spezielle Sofortmaßnahmen zum Schutz von Rebhuhn, Kiebitz und Feldlerche umgesetzt. Der Umfang der geförderten Ackerflächen mit naturschutzgerechter Bewirtschaftung ist von ca. 2 500 Hektar im Jahr 2009 auf ca. 3 200 Hektar 2010 gestiegen. „Wenn es uns gelingt, flankierend zu unseren Maßnahmen noch mehr lokale Bündnisse ins Leben zu rufen, die sich für Rebhühner engagieren, können wir dieser Vogelart eine dauerhafte Perspektive in Sachsen geben“, so Kupfer abschließend.

Weitere Informationen zum Bodenbrüterprojekt des Freistaates und zu bisherigen Anstrengungen im Naturschutz im Raum Hirschstein gibt es im Internet unter www.natur.sachsen.de und unter www.vogelschutzwarte-neschwitz.de.

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