Morlok reist nach Kazan und Moskau

17.10.2010, 10:00 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Sachsen will seine guten wirtschaftlichen Kontakte zur russischen Republik Tatarstan weiter vertiefen. Mit mehr als 30 Unternehmensvertretern reist Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) von Montag (18.10.) bis Mittwoch (20.10.) in die Hauptstadt Kazan. Zum Abschluss seiner Reise wird Minister Morlok in Moskau die United Aircraft Corporation UAC besuchen, um sich mit Präsident Alexej Fedorov über den Stand gemeinsamer Projekte in der Luft- und Raumfahrt auszutauschen.

Auf dem Programm in Kazan stehen Wirtschafts- und Technologieforen sowie die Besichtigung eines bereits erfolgreichen sächsisch-tatarischen Joint Venture in Kazan. Darüber hinaus wird Minister Morlok Gespräche u. a. mit dem tatarischen Premierminister Ildar Khalikov und dem Generaldirektor der Tatneftekhiminvestholding Rafinat S. Yarullin führen.

„Tatarstan gehört zu den innovativsten Regionen in Russland und hat damit einen ganz besonderen Stellenwert in der sächsischen Außenwirtschafts-politik“, so der Wirtschaftsminister vor seiner Abreise. „Tatarstan modernisiert vor allem seine Automobilindustrie, den Maschinen- und Anlagenbau sowie seine Erdöl verarbeitende Industrie. Wir sehen guten Chancen für sächsische Unternehmen mit ihrem speziellen technologischen Know-how. Dieser Besuch soll die bisher schon erfolgreiche Kooperation weiter ausbauen, wir laden aber auch zu Messen und Fachkongressen nach Sachsen ein.“

Wirtschaftsminister Morlok war bereits im Juli dieses Jahres in Tatarstan, um in der Sonderwirtschaftszone Alabuga das größte Joint Venture eines sächsischen Unternehmens in Russland einzuweihen. Das gemeinsame Unternehmen des russischen Erdölkonzerns Tatneft und der zur sächsischen Preiss-Daimler-Gruppe gehörenden P-D Glasseiden GmbH Oschatz - die P-D Tatneft-Alabuga Fiberglas GmbH - wird pro Jahr 21.000 t Glasfasererzeugnisse herstellen.

Hintergrund:

Teilnehmende Unternehmen/Institutionen:

ADZ NAGANO GmbH Ottendorf-Okrilla
OOO „ALL IMPEX 2001“ Moskau
Car Trim GmbH Plauen
CeraFib GmbH Olbersdorf
EDL Anlagenbau Gesellschaft mbH Leipzig
ERMAFA Sondermaschinen- und Anlagen GmbH Chemnitz
VEMAS Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen Chemnitz
GalvanoTechnik Leipzig GmbH Leipzig
HÖRMANN-RAWEMA GmbH Chemnitz
IBB Modul Air KG Bad Honnef
IHK zu Leipzig
KI Keramik-Institut GmbH Meißen
KUKA Systems GmbH Schwarzenberg
KUNEX Kunststoff-Extrusions- und Verarbeitungs-GmbH Chemnitz
LIM Automotive GmbH Limbach- Oberfrohna
METROM Mechatronische Maschinen GmbH Hartmannsdorf
NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH Chemnitz
Oerlikon Barmag Chemnitz
RASOMA Werkzeugmaschinen GmbH Döbeln
RBL Brems- und Lenksysteme GmbH Chemnitz
Reluma GmbH Großrückerswalde
SARAD GmbH Dresden
SCC Solutions for Coating & Composites Treuen
StarragHeckert GmbH Chemnitz
Technische Universität Bergakademie Freiberg
ASIS Verbundinitiative Luft- und Raumfahrttechnik Dresden
WEMA Glauchau GmbH Glauchau
Wilhelm Kimmel GmbH & Co.KG Kunststoffe

Außenhandelsbilanz Sachsen – Russland:

Die Exporte Sachsens nach Russland sind im Krisenjahr 2009 deutlich gesunken, konnten aber im ersten Halbjahr 2010 den Rückgang wieder ausgleichen und sind mit 47% Steigerung zum Vorjahreszeitrum stark im Aufwind. Von der Erholung der russischen Wirtschaft profitiert der deutsche und auch der sächsische Maschinen- und Anlagenbau. Gefragt sind vor allem Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Bau- und Baustoffmaschinen, Werkzeugmaschinen, Allgemeine Lufttechnik und Fördertechnik. Nach Angaben des VDMA kommen rund ein Viertel der russischen Maschinenimporte aus Deutschland, gefolgt von Italien (11,4 Prozent), Kanada (9,6 Prozent) und USA (7,1 Prozent)

Haupterzeugnisse des sächsischen Exports waren 2009 Maschinen und Werkzeugmaschinen, Personenkraftwagen und Wohnmobile, dicht gefolgt von pharmazeutischen Erzeugnissen und Geräten zur Elektrizitätserzeugung und –verteilung.

Hinweis für Bildredaktionen: Momentphoto (Ronald Bonss) begleitet die Delegation.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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