Gesundheitsministerin Clauß gibt Startschuss zum Telematikverbund Sachsen Nord
24.09.2010, 10:18 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)
Gesundheitsministerin Christine Clauß gab heute (24.09.2010) in Leipzig den Startschuss für die Arbeit des neu gegründeten Telematikverbunds Sachsen Nord. Dessen Aufbau fördert der Freistaat Sachsen mit 3,9 Millionen Euro. „Der Telematikverbund ermöglicht in Zukunft eine ganz neue Form der Zusammenarbeit der Kliniken. Hochauflösende Röntgenbilder können in Zukunft zeitgleich von mehreren Ärzten an verschiedenen Standorten ausgewertet werden. Mit einer dadurch deutlich besseren Diagnosequalität wird ein echter Mehrwert für die Patientinnen und Patienten in Nordsachsen geschaffen“, sagt Gesundheitsministerin Christine Clauß.
Im Verbund haben sich neun Krankenhäuser der Region unterschiedlichster Trägerschaften zusammengeschlossen, um sich gemeinsam mit niedergelassenen Partnern auf qualitativ hochwertige Standards bei der Behandlung von ausgewählten Krankheiten zu verständigen. Modernste IT-technische Lösungen machen zukünftig interdisziplinäre Videokonferenzen und teleradiologische Verfahren zwischen den Verbundpartnern möglich.
„Wir möchten gewährleisten, dass ein Patient in Torgau oder Grimma die gleiche medizinische Versorgung erhält wie in Leipzig. Dafür bedarf es der Bildung von flächendeckenden Netzwerken. Die heutigen Möglichkeiten der Telemedizin leisten hier einen wichtigen Beitrag“, so die Ministerin.
In dem Telematikverbund arbeiten die folgenden Krankenhäuser zusammen: das Klinikum St. Georg gGmbH, das Fachkrankenhaus Hubertusburg gGmbH, das Kreiskrankenhaus Delitzsch GmbH mit den Kliniken Delitzsch und Eilenburg, das Kreiskrankenhaus Torgau „Johann Kentmann“ gGmbH, das Sächsische Krankenhaus Altscherbitz, die Muldentalkliniken GmbH mit den Krankenhäusern Grimma und Wurzen sowie das Ev. Diakonissenkrankenhaus Leipzig gGmbH.