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30.07.2010, 11:19 Uhr

Neues Schuljahr kann starten – Schulen gut vorbereitet

Für rund 428.000 Schüler beginnt am Montag, den 9. August, das neue Schuljahr. "Sachsens Schulen sind gut vorbereitet auf die kommenden 190 Schultage", so Kultusminister Roland Wöller. Wie der Minister sagte, sei die Schuljahresvorbereitung in diesem Jahr von besonderer Dynamik geprägt gewesen. So liefen bis kurz vor den Ferien die Gespräche mit den Lehrern von Mittelschulen und Gymnasien über freiwillige Teilzeitarbeit. "Ich danke vor allem den Schulleitern, die in kürzester Zeit ihre Stundenpläne zusammenstellen mussten."

Der Minister verwies darauf, dass ab diesem Jahr erstmals die neuen Regelungen bei der Bildungsempfehlung greifen werden. Ein Wechsel aufs Gymnasium ist möglich, wenn der Notendurchschnitt in Deutsch, Mathematik und Sachunterricht in der Halbjahresinformation 2,0 oder besser ist.

Für das kommende Schuljahr versprach Wöller weiterhin einen "klaren pädagogischen Kurs". Es gäbe keinerlei Anlass, an den bewährten Strukturen zu drehen, wie es in anderen Bundesländern derzeit üblich sei. "Verlässlichkeit und Stabilität sind unser Erfolgsrezept", so der Minister. Die Qualität von Schule und Unterricht werde weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Wöller appellierte auch an die Eltern, sich noch mehr für die Belange ihrer Schulkinder und Jugendlichen zu interessieren. "Schule allein kann nicht alles, wir brauchen das Mittun der Eltern", so seine klare Ansage. Zu oft noch würde Schule für Versäumnisse verantwortlich gemacht, die ihre Wurzeln im Elternhaus oder im Lebensumfeld haben. "Schule ist kein Reparaturbetrieb, Schule und Eltern müssen gemeinsam an einem Strang ziehen."

Insgesamt unterrichten rund 33.400 Lehrer an den 1.385 öffentlichen Schulen. In diesem Jahr gab es die Möglichkeit, insgesamt 396 Lehrer neu einzustellen. Den größten Zuwachs an jungen Lehrern haben die Grundschulen mit 141 Absolventen. Außerdem erhielten 375 Referendare einen Ausbildungsplatz im Freistaat. Der Minister bekräftige sein Ziel, die Referendariatsplätze künftig deutlich zu erhöhen. Im Haushaltentwurf der Staatsregierung seien dafür die Weichen gestellt. So sollen ab 2011 jährlich bis zu 600 Bewerber in ein Referendariat aufgenommen werden können.

Die Zahl der Schüler ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 10.000 Schüler, auf nunmehr 428.600 (an öffentlichen und Schulen in freier Trägerschaft) zurückgegangen. Während bei den Grund- und Mittelschulen sowie bei den Gymnasien die Zahl der Schüler wieder geringfügig ansteigt, geht sie bei den Berufsschülern weiter deutlich zurück. Mit jetzt 92.600 besuchen rund knapp 6.000 Jugendliche weniger die sächsischen Berufsschulen.

Zum neuen Schuljahr wurden in Sachsen planmäßig durch Beschluss der Schulträger acht Schulen aufgehoben (Grundschulen in Weißwasser, Neukirch, Röderau-Bobersen, Buchholz und eine Mittelschule in Döbeln sowie ein BSZ in Boxberg, Görlitz und Leipzig). Durch Mitwirkungsentzug des Kultusministeriums wurden die Grundschule in Bärwalde sowie die Albrecht-Dürer-Mittelschule in Aue aufgehoben. In Leipzig wird es im Stadtbezirk Mitte eine neue Grundschule geben. Bei den Schulen in freier Trägerschaft gibt es auch Zuwachs. So wurden 21 Neugründungen genehmigt. Darunter vier Grundschulen, acht Mittelschulen und drei Gymnasien.

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