Finanzielle Sicherheit für Aufträge im Ausland

08.10.2007, 10:30 Uhr — Erstveröffentlichung (aktuell)

Sächsischer Consultant Fonds bietet Förderung für Ingenieure und Architekten

Für Planungsaufträge im Ausland brauchen Ingenieure und Architekten finanzielle Sicherheit. Über den Sächsischen Consultant Fonds (SCF) können sie dafür einen zinsgünstigen Darlehenszuschuss erhalten. „Der SCF ist ein Anreiz dafür, auch außerhalb Deutschlands tätig zu werden“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD). „Ich wünsche mir, dass möglichst viele sächsische Ingenieure und Architekten davon profitieren und sich erfolgreich um Aufträge im Ausland bewerben.“

Viel zu tun haben technische Berater vor allem in den neuen EU-Ländern in Mittel- und Osteuropa. Ein Beispiel dafür ist die G. U. B. Ingenieur AG aus Zwickau. Mit Hilfe der SCF-Förderung führt sie eine Studie zur Abfallbeseitigung im ungarischen Paks durch. Das Unternehmen engagiert sich auf dem ungarischen Markt in den Bereichen Abfallwirtschaft, Umweltschutz und erneuerbare Energien.

Doch Förderung vom SCF erhalten nicht nur Firmen, die ein Projekt im europäischen Ausland verwirklichen wollen. Auch für Vorhaben in Mexiko, auf den Malediven und in China wurden bereits Anträge gestellt. Im chinesischen Suzhou beispielsweise arbeitet die Dierichs & Hagedorn Consulting GmbH an einer Studie zum Flächenrecycling einer Chemiefabrik.

Über den SCF können technische Consultants aus dem Architektur- und Ingenieurbereich mit Sitz und Hauptgeschäftstätigkeit im Freistaat Sachsen gefördert werden. Das SCF-Darlehen wird als Anteilsfinanzierung zur Projektförderung gewährt. Wenn die Maßnahme erfolgreich war, wird die Förderung vollständig zurückgezahlt. Tritt kein Erfolg ein, muss nur ein Drittel des Darlehens beglichen werden. Die Unternehmen können Förderung in Höhe von bis zu 90 Prozent der auf sie entfallenden Kosten, höchstens jedoch 50.000 Euro, erhalten. Die Darlehenslaufzeit beträgt drei Jahre.

Der Antrag auf Förderung muss rechtzeitig vor Beginn des Projekts über die Ingenieurkammer Sachsen bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) eingereicht werden.


Kontakt

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Pressesprecher Jens Jungmann
Telefon: +49 351 564 80600
Telefax: +49 351 564 80680
E-Mail: presse@smwa.sachsen.de
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