Korrekturmeldung - Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange und Wirtschaftsminister Thomas Jurk: "Elektromobilität wird sich als Schlüsseltechnologie durchsetzen"
Innovationsbeirat legt Thesen zur Verkehrsentwicklung in Sachsen vor
"Sachsen bietet hervorragende Voraussetzungen dafür, einen auf Elektromobilität spezialisierten Fahrzeugbau zu etablieren und in kurzer Zeit überzeugende Wachstumsraten zu erzielen", sagte Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk im Anschluss an die dritte Beratung des Sächsischen Innovationsbeirates in Dresden. Der Beirat hatte sich zuvor mit der Entwicklung von Konzepten für eine nachhaltige Mobilität befasst und Thesen zur Verkehrsentwicklung in Sachsen verabschiedet.
Fahrzeugbau habe in Sachsen eine lange Tradition, so Jurk. 70.000 Mitarbeiter seien derzeit direkt im Kraftfahrzeugbau, davon 60.000 in der Zulieferindustrie und 10.000 in der fahrzeugtechnischen Forschung und Entwicklung beschäftigt. Dieser Wirtschaftsbereich habe 2007 einen Umsatz von knapp 13 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Auch wenn Elektrofahrzeuge derzeit noch weit davon entfernt seien mit konventionellen Autos ernsthaft konkurrieren zu könnten, werde sich die Elektromobilität als eine Schlüsseltechnologie nachhaltiger Mobilität in den kommenden Jahren durchsetzen, ergänzte Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Der Freistaat sei daher gut beraten, in den kommenden Jahren sowohl im Grundlagenbereich als auch in der angewandten Forschung die Voraussetzungen für wettbewerbsfähige Technologien für Fahrzeuge zu schaffen, die mit Elektromotoren angetrieben werden. Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen in Sachsen bieten beste Voraussetzungen, von der im Konjunkturpaket II vorgesehenen besonderen Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Mobilität erheblich zu profitieren. Die Staatsregierung wird sich dafür einsetzen, dass diese konjunkturellen Impulse für eine umweltfreundliche Mobilität besonders auch im Freistaat Sachsen wirksam werden.
Ein wichtiges Signal für die Elektromobilität habe der Freistaat Sachsen, so Minister Jurk, bereits durch die Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale gesetzt.
Der Sächsische Innovationsbeirat war auf Initiative von Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium im April 2008 mit dem Ziel gegründet worden, Impulse für eine innovationsorientierte Politik zu geben. Mitglieder des Sächsische Innovationsbeirates sind:
Herr Prof. Dr. Michael Brand
Biotechnologisches Zentrum an der TU Dresden
Frau Prof. Dr. Anette Beck-Sickinger
Institut für Biochemie, Universität Leipzig
Herr Dr.-Ing. Manfred Goedecke
IHK Südwestsachsen
Herr Olivier Höbel
IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen
Herr Prof. Dr. Günther Keilhofer
vorm. Volkswagen Sachsen GmbH
Herr. Dr.-Ing. Matthias Klingner
Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme in Dresden
Herr Prof. Dr. Bernhard Korte
Institut für diskrete Mathematik, Universität Bonn
Herr Dipl.-Ing. Timo Leukefeld
Soli fer Solardach GmbH
Herr Dr.-Ing. Knut Löschke
PC Ware AG
Frau Ingrid Mössinger
Kunstsammlungen Chemnitz
Herr PD Dr. Michael Schäfer
Freier Historiker und Buchautor
Herr Prof. Dr. Kai Simons
vorm. Direktor des MPI für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden
Frau Prof. Dr. Cornelia Zanger
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, TU Chemnitz
Das komplette Strategiepapier finden Sie unter www.smwk.de und www.smwa.de.
