Erfassung der Daten für sächsische Erzeugerpreise neu geregelt
Kupfer: „Wichtige Informationsquelle für Landwirte gesichert“
Sachsen hat gemeinsam mit Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern die Erfassung der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte neu geregelt. Die Daten werden künftig für alle drei Länder durch das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern erhoben. Die Neuregelung war notwendig geworden, nachdem die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle Berlin (ZMP) ihre seit 1990 durchgeführte Erfassung der Erzeugerpreise in den neuen Ländern zum 30. April 2009 eingestellt hatte.
Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer begrüßte heute die Verständigung mit den anderen Ländern: „Die Erfassung der Preise landwirtschaftlicher Produkte ist eine wesentliche Voraussetzung für die Markt- und Preisberichterstattung in Gesamtdeutschland und somit auch in Sachsen. Mit der Bereitstellung der Daten erfüllen wir nicht nur Verpflichtungen gegenüber der EU-Kommission. Vor allem für unsere Landwirte sind die Daten sehr wichtig. Sie können mit Hilfe von aktuellen Preisen ihre Verkaufsstrategien festlegen und Schlussfolgerungen für die Entwicklung ihrer Betriebe ziehen“. Durch die Zusammenarbeit mit Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sei darüber hinaus eine für alle drei Länder kostengünstige Variante gefunden worden.
Hintergrund: Das Bundesverfassungsgericht hatte am 3. Februar 2009 das Absatzfondsgesetz für nichtig erklärt. Damit war auch der ZMP die Finanzierungsgrundlage entzogen worden.
