Ortsumgehung mit Aussicht
Verkehrsfreigabe in Elsterberg
Hoch über der Weißen Elster: Wer von Gera in Richtung Plauen unterwegs ist, muss sich ab sofort nicht mehr durch das eng bebaute Stadtzentrum von Elsterberg quälen. Nachdem Sachsens Verkehrsminister Thomas Jurk (SPD) heute zusammen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Rolf Schwanitz (SPD) den zweiten Bauabschnitt der B 92 Ortsumgehung Elsterberg für den Verkehr freigegeben hat, können nun die Elsterberger und ihre Gäste, aber auch Autofahrer mit anderen Fahrtzielen einen malerischen Blick auf das vogtländische Städtchen genießen.
"Die neue Straßenführung führt den Verkehr nun in einem eleganten Bogen auf die südliche Uferseite und eröffnet jedem einen traumhaften Blick auf die Stadtsilhouette und die Flusslandschaft. Ich bin mir sicher, dass diese Perspektive nicht nur heute ein begehrtes Fotomotiv ist", so der Minister. "Mit der Ortsumgehung erhält Elsterberg eine leistungsfähige Verkehrsanbindung, von der Einwohner und Unternehmen aus Stadt und Umland in gleichem Maße profitieren werden."
Mit dem Neubau wurde die Bundesstraße 92 auf das südliche Flussufer der Weißen Elster und aus der Elsterberger Innenstadt herausverlegt. Kernstück des rund 850 m langen Bauabschnittes ist die 175 m lange Brücke über die Weiße Elster und die Anlagen der Vogtlandbahn. Darüber hinaus wurde als Streckenteil des Elsterradweges ein 500 m langer und 2,50 m breiter Rad-/Gehweg auf der Seite des Triebitzbaches angelegt. Ausgleichs-, Ersatz- und Gestaltungsmaßnahmen sollen den Eingriff in den Naturhaushalt kompensieren und passive Maßnahmen zum Lärmschutz beitragen. Die Kosten belaufen sich auf rund 8,6 Mio. Euro. Davon kommen 7,3 Mio. Euro aus dem Bundeshaushalt, 1,2 Mio. Euro trägt die Deutsche Bahn AG und 0,1 Mio. Euro gibt der Freistaat Sachsen dazu.
