Auftreten von H1N1-Fällen an einer Leipziger Mittelschule
Im Verlauf der Woche sind noch einige weitere Schüler der Leipziger Mittelschule an der Neuen Grippe A/H1N1 erkrankt. Diese Erkrankungen kommen nicht unerwartet und entsprechen dem epidemiologischen Verlauf der Virusgrippe. Auch mit weiteren Erkrankungen muss in Schulen und anderen Einrichtungen im Verlauf der nächsten Tage und Wochen gerechnet werden. Schulschließungen sind gegenwärtig aus Sicht des Gesundheitsamtes auf Grund der mannigfaltigen sozialen und familiären Kontakte von Kindern und Jugendlichen nicht zielführend. Sie sind auch vor dem Hintergrund des meist leichten Krankheitsverlaufes, der sich von der saisonalen Grippe nicht unterscheidet, derzeit nicht erforderlich. Der weiteren Verbreitung der Neuen Grippe kann durch derartige Maßnahmen nicht begegnet werden. Nach wie vor stehen die bereits oft erwähnten Hygienemaßnahmen im Vordergrund, um sich persönlich vor der Neuen Grippe zu schützen. Es ist auch nicht sinnvoll, gesunde Schüler vom Unterricht fern zu halten.
Zunehmend wird aus den Hausarztpraxen berichtet, dass Menschen ohne die typischen Erkrankungszeichen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Husten und Halsschmerzen um eine Diagnostik auf die Neue Grippe bitten. Dem Verlangen kann nicht stattgegeben werden, da ohne die oben genannten klassischen Symptome ein Erregernachweis nicht zu erwarten ist und die Arbeit der Ärzte unnötig erschwert wird. Auch im Erkrankungsfall ist es nicht immer nötig, eine Diagnostik durchzuführen, da bei klassischen Grippe-Symptomen zurzeit am ehesten die Neue Grippe als Ursache in Frage kommt. Erreger der saisonalen Grippe zirkulieren kaum. „Am wichtigsten ist es dann, die Grippe zu Hause einige Tage auszukurieren“ sagte Frau Dr. Krause Döring, die Leiterin des Leipziger Gesundheitsamtes.
