„Gemeinnützige Vereine und Steuern“: Finanzminister Unland zu Gast in Leipzig
Die Vortragsreihe „Gemeinnützige Vereine und Steuern“ der sächsischen Finanzverwaltung ist heute in Leipzig fortgesetzt worden.
Der Sächsische Staatsminister der Finanzen, Prof. Dr. Georg Unland, hatte alle Kleingartenvereine, für die die Finanzämter Leipzig I und Leipzig II zuständig sind, in den historischen Saal des Amtes eingeladen. Rund 154 Vertreter von 140 Vereinen nutzten die Gelegenheit und informierten sich zu steuerlichen Fragen, die insbesondere die Förderung des Kleingartenwesens betrafen.
„Die ehrenamtliche Arbeit der sächsischen Vereine ist wichtig für unsere Kultur und unsere Gesellschaft. Mit der Veranstaltungsreihe „Gemeinnützige Vereine und Steuern“ wollen wir über steuerliche und rechtliche Fragen aufklären und so einen Beitrag zur Förderung unserer Vereine im Freistaat leisten“, sagte Finanzminister Unland, der die Zuhörer in das Thema einführte. Im Anschluss an den Vortrag gaben die Ansprechpartner des Finanzamtes und des Finanzministeriums den Vereinen auch bei Einzelfragen umfassend Auskunft.
Im Zuständigkeitsbereich der Finanzämter Leipzig I und Leipzig II gibt es 2.090 gemeinnützige Vereine, die sich in den unterschiedlichsten Bereichen engagieren, darunter sind knapp 280 Kleingartenvereine.
Die Veranstaltungsreihe „Gemeinnützige Vereine und Steuern“ wird im kommenden Jahr fortgesetzt. Für alle Leipziger Vereine, die dieses Mal aus Kapazitätsgründen nicht eingeladen werden konnten, finden im Frühjahr 2010 weitere Informationsveranstaltungen in Leipzig statt. Die Vereine werden zu den Terminen von ihrem zuständigen Finanzamt schriftlich eingeladen.
Hintergrund:
Die Veranstaltung fand im denkmalgeschützten Saal des Finanzamtes Leipzig statt. Das historische Gebäude am Nordplatz ist seit Frühjahr dieses Jahres die Heimat des Finanzamtes. Das Gebäude am Nordplatz 11 wurde 1921/22 als Verwaltungsgebäude im Stil der Neorenaissance für das Mitteldeutsche Braunkohlensyndikat errichtet und steht heute unter Denkmalschutz. Nach dem 2. Weltkrieg bis 1993 wurde es von sowjetischer Seite als Schule und Kaufhaus genutzt.
Die sehr großen Büroräume wurden als Großraumbüros neu gestaltet. Auch der historische Saal im dritten Obergeschoss wurde nun wieder seiner ursprünglichen Nutzung als Besprechungs- und Veranstaltungssaal zugeführt. Er diente während der Schulnutzung bis 1993 als Sporthalle. Eine kleine Bibliothek mit erhaltener denkmalgeschützter Möblierung im zweiten Obergeschoss wurde ebenso instandgesetzt und dient weiterhin als Bücherei. Gut erhaltene historische Elemente der sehr großzügigen ehemaligen Direktorenwohnung im selben Geschoss wurden behutsam restauriert. So ist die denkmalgeschützte Wandverkleidung wieder aufgearbeitet worden. In einem Raum konnten Wandvertäfelung und Wandmalerei vollständig erhalten werden. Ein vorhandener historischer Fahrkorb wurde gesichert und in die neue Aufzugsanlage denkmalgerecht integriert.
Das Erhalten historischer Bausubstanz aufgrund ihrer Stadtbild prägenden Funktion und für nachfolgende Generationen ist ein Anliegen des Freistaates Sachsen.
