Ministerpräsident Tillich lädt türkischen Außenminister in die „Türckische Cammer“ ein
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich hat aus Anlass der Ausstellungseröffnung der „Türckischen Cammer" den türkischen Außenminister Prof. Dr. Ahmet Davutoğlu im Rahmen seiner Deutschlandvisite in die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eingeladen. Die größte Sammlung orientalischer Kunst in Deutschland wird am 6. März im Dresdner Residenzschloss feierlich eröffnet.
Die osmanische Lebensart und Kultur faszinierte die sächsischen Kurfürsten und übte eine außerordentliche Anziehungskraft auf sie aus. Deshalb wurden im Verlauf mehrerer Jahrhunderte prunkvolles Reitzeug, Kostüme, Zelte, Fahnen, Waffen und andere Kunstwerke zusammengetragen, die bei höfischen Festen und Feierlichkeiten in Sachsen zum Einsatz kamen.
„Nach fast siebzigjähriger Pause und umfangreichen wie zeitaufwändigen Restaurierungsarbeiten wird die Eröffnung der „Türckischen Cammer“ ein unvergessliches und herausragendes Ereignis für beide Kulturen sein“, so der sächsische Ministerpräsident in seinem Einladungsschreiben.
Die Türkei wird als Handelspartner für den Freistaat Sachsen immer wichtiger. Allein zwischen 1999 und 2007 hat sich der Export auf 342 Mio. Euro verdreifacht. Hauptexportgüter sind Pkw, Busse, Kompressoren und Textilmaschinen.
Seit April 2007 besteht ein Kooperationsabkommen zwischen der IHK Südwestsachsen und der Industriezone OSTIM/Ankara. Unter Leitung der IHK Dresden besuchten sächsische Unternehmer 2008 einen Workshop für erneuerbare Energien in der Türkei.
Für 2010 sind unter anderem Unternehmerreisen der IHK Südwestsachsen in die Provinz Konya und eine Messebeteiligung bei einer Industriemesse in Istanbul geplant.
