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06.03.2010, 10:30 Uhr

Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Verkehrsminister Sven Morlok zum Start des Bauabschnitts Frohburg - Borna der A 72

Am Samstag, den 6. März 2010, fand am Vormittag der feierliche Baubeginn der A 72 Frohburg – Borna auf dem Baufeld der Talbrücke Zedtlitzer Grund statt. Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich und der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok führten symbolisch den traditionellen Rammschlag durch.

„Der Bau von Autobahnen stellt für die Menschen, die entlang der Strecke wohnen, immer einen Eingriff in ihr Leben dar. Auch geht es leider oft nicht ohne Eingriffe in die Natur. Ich verstehe deshalb die Widerstände“, sagt Ministerpräsident Stanislaw Tillich. „Andererseits aber bringt eine Anbindung an den Fernverkehr vielen Menschen auch Wohlstand und die Möglichkeit, rascher als bisher von A nach B zu kommen. Man darf nicht vergessen: Infrastrukturprojekte sind von großer Bedeutung für die Wirtschaft, sie sichern Arbeitsplätze und binden uns in diesem Fall auch besser an unsere Nachbarländer an. Entscheidend ist daher einen Weg zu finden, der die Eingriffe für Mensch und Natur auf ein Minimum beschränkt und der gleichzeitig den Wunsch nach Mobilität erfüllt.“

„Es wird höchste Zeit, dass zwischen den beiden wichtigen Zentren Chemnitz und Leipzig die Autobahnverbindung vollendet wird“, so Morlok. Der Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr betont: „Für die sächsische Wirtschaft ist die verkehrliche Anbindung der Industrieregion Chemnitz-Zwickau von großer Bedeutung. Mit der Fertigstellung der Autobahn verkürzen sich Lieferwege und Anfahrtszeiten, der Standort gewinnt an Attraktivität. Das nutzt nicht nur den Unternehmen, die Bürger und Gemeinden profitieren davon ebenso.“

Hintergrund:

Der nun beginnende Bau des knapp 6 km langen und 66 Mio. Euro teuren Abschnittes Frohburg - Borna der Bundesautobahn A 72 ist der fünfte Teilabschnitt des Neubauvorhabens. Zeitgleich zum Bau der 315 m langen und 15 Mio. Euro teuren Großbrücke über den Zedtlitzer Grund wird in Bereichen ehemaliger Braunkohletagebaukippen und des Tiefbergbaus der Untergrund mittels Spezialverfahren verdichtet. Parallel dazu werden die weiteren Brückenbauwerke errichtet. Der Streckenbau kann dann im Frühjahr 2011 beginnen. Über die Anschlussstelle bei Frohburg und ihre Anbindung wird in einem ergänzendem Verfahren entschieden.

Der knapp 11 Kilometer lange erste Abschnitt der A 72 vom Autobahndreieck Chemnitz bis Niederfrohna wurde im Jahr 2006 freigegeben. Der sich anschließende 12,2 km lange und ca. 112 Mio. Euro teure Abschnitt von Niederfrohna bis Rathendorf ist seit Dezember 2007 im Bau. Seit dem Frühsommer 2009 wird auch am 14,5 km langen und 85 Mio. Euro teuren Teil von Rathendorf bis Frohburg gebaut. Für den Abschnitt nördlich Borna bis Rötha zum Autobahndreieck A 38 bei Markkleeberg ist das Baurechtsverfahren beantragt bzw. in Vorbereitung.
Der Bau des Abschnittes Rathendorf bis Borna wird aus Mitteln des EFRE-Bundesprogramms (Europäischer Strukturfonds) gefördert.

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