Grußwort von Ministerpräsident Stanislaw Tillich anlässlich der Eröffnung der „Türckischen Cammer“
Achtung Sperrfrist: Heute, 6. März 2010, 20.30 Uhr!
„Exzellenz, sehr geehrter Herr Prof. Davutoğlu,
sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Westerwelle,
sehr geehrter Herr Prof. Roth, liebe Gäste,
‚Hohe Pforte’ nannten früher Diplomaten die Regierung in Istanbul. Das stimmt – auch wörtlich genommen: Die Türkei ist und bleibt eine Pforte für uns Europäer zur arabischen Welt. Ihr Land, Herr Außenminister, spielt eine wichtige Rolle in der internationalen Politik. Die Türkei ist unser Partner.
Wie weit die Beziehungen Sachsens zu Ihnen in die Geschichte zurückreichen, davon vermittelt uns die „Türckische Cammer“ ein anschauliches Bild. Sächsische Herrscher haben Kultur und Kunst der Sultane bewundert. Genauso tun wir es heute – in dieser neuen, einzigartigen Sammlung. Wir heißen alle Besucher herzlich willkommen, die mehr über diese Schätze erfahren wollen.
Nicht nur die Türkei war immer ein Mittler zwischen Europa und dem Orient. Ein Mittler ist auch die Kultur. Sie wird eine weitere Annäherung zwischen der orientalischen Welt und Europa – natürlich auch besonders zu uns Deutschen – zur Folge haben. In Sachsen freuen wir uns auf viele Besucher aus der Türkei und den arabischen sowie aus den anderen muslimischen Ländern. Hier in Dresden können sie in der „Türckischen Cammer“ Wurzeln ihrer eigenen Kultur entdecken. Und ich bin sicher, dass dank der „Türckischen Cammer“ neue Kontakte zwischen Sachsen und der Türkei geknöpft werden, die über die Kultur hinausgehen.
Herr Außenminister Davutoğlu – ich weiß, dafür werden Sie ein Schrittmacher sein.“
