Abfallentsorgung in Sachsen gesichert
Regierung beschließt neuen Abfallwirtschaftsplan
Das Kabinett hat heute (16. März 2010) den sächsischen Abfallwirtschaftsplan beschlossen. „Ich bin erleichtert und zufrieden. Denn damit ist die Entsorgung aller zu beseitigenden Abfälle im Freistaat für die nächsten zehn Jahre gewährleistet“, erklärte Umweltminister Frank Kupfer.
Der Abfallwirtschaftsplan schafft die Rahmenbedingungen für die Landkreise, kreisfreien Städte, Abfallverbände und Wirtschaft beim Umgang mit dem Abfall. Außerdem werden in den Plänen alle zugelassenen Beseitigungsanlagen und Deponien veröffentlicht. Angaben über die Höhe der Gebühren enthält der Abfallwirtschaftsplan nicht.
Jedes Jahr entsorgen die Landkreise, kreisfreien Städte und die Abfallverbände in Sachsen etwa zwei Millionen Tonnen nicht gefährliche Abfälle aus privaten Haushalten und anderen Herkunftsbereichen wie Gewerbe und Industrie. Das Aufkommen an gefährlichen Abfällen beträgt etwa eine Million Tonnen. Der überwiegende Anteil wird privatwirtschaftlich verwertet. „Unser Ziel ist es aber, Abfälle weiter zu vermeiden und die nicht vermeidbaren Abfälle noch stärker als Ressourcen zu nutzen“, betonte Kupfer.
Nach den Kalkulationen im aktuellen Abfallwirtschaftsplan wird das jährliche Aufkommen bei den gefährlichen und den nicht gefährlichen Abfällen in Sachsen bis 2019 jeweils um rund 200 000 Tonnen zurückgehen.
